Die deutschen Kanuten haben die Weltmeisterschaften in Moskau trotz eines überragenden Sebastian Brendel mit dem schlechtesten Ergebnis seit der Wiedervereinigung beendet.

Die erfolgsverwöhnte Flotte gewann in den zwölf olympischen Klassen nur eine Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille. Sechs Medaillen und zwei Titel lautete die Zielsetzung des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV).

„Wir haben die eigenen Erwartungen nicht erfüllt und viel Schatten und wenig Licht gesehen. Wir hatten gehofft, dass unsere Trümpfe stechen. Wir werden jetzt in aller Ruhe und ohne Hektik analysieren, wo Fehler gemacht worden sind“, sagte DKV-Präsident Thomas Konietzko nach dem enttäuschenden vierten Platz im Medaillenspiegel.

Einzig Canadier-Olympiasieger Sebastian Brendel erfüllte die Erwartungen mit Gold über die olympischen 1000 m. Zudem holte der Europameister aus Potsdam den WM-Titel über die nicht-olympischen 5000 m. Am Sonntag erpaddelte der 26-Jährige zudem Silber über die nicht-olympischen 500 m.

Die weiteren Medaillen in den wichtigen olympischen Klassen holten die Europameister Ronald Rauhe/Tom Liebscher (Potsdam/Dresden) mit Silber im Kajak-Zweier über 200 m und Yul Oeltze/Ronald Verch (Magdeburg/Potsdam) mit Bronze im Canadier-Zweier über 1000 m.

In allen Wettbewerben verzeichnete der DKV vor den abschließenden drei Staffeln am Sonntagnachmittag zwei Gold-, fünf Silber- und eine Bronzemedaille. Bei der Heim-WM im vergangenen Jahr in Duisburg waren es noch 17 Medaillen (8-6-3) gewesen.