Vier Punkte Vorsprung vor dem Tabellenzweiten, sieben auf den Relegationsplatz: Der FC St. Pauli hat seine überragende Hinrunde in der 2. Liga am Samstag mit einem 1:1 in Düsseldorf abgeschlossen. (DATEN: Die Tabelle der 2. Bundesliga)

Und dennoch bremst Trainer Timo Schultz ein bisschen die Euphorie am Millerntor – und verweist stattdessen auf die Lokalrivalen vom Hamburger SV.

„Unser Stadtnachbar kann ein Lied davon singen, wie es gehen kann, wenn man zur Halbserie oben steht, dass es auch schnell in die andere Richtung gehen kann“, sagte Schultz im MASCHINENSUCHER Doppelpass von SPORT1.

Der HSV hatte in den Jahren zuvor stets eine starke Hinrunde gespielt und war in der zweiten Halbserie eingebrochen. Statt des erhofften Aufstieges blieb dann immer nur ein weiteres Jahr im Unterhaus.

Schultz: „Wir sind in einer Luxus-Position“

Entsprechend sagt Schultz mit einem Schmunzeln: „Vom HSV lernen wollen wir nichts, das kann ich in aller Deutlichkeit sagen.“

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nCAPTION: Fortuna Düsseldorf – FC St. Pauli (1:1): Tore und Highlights | 2. Bundesliga
nDESCRIPTION: Fortuna stoppt den FC St. Pauli. Die Fortuna erkämpft sich ein 1:1 gegen dem Herbstmeister.

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Auf die Frage, ob sein Team schlotternde Knie bekommen könnte, weil man nun etwas zu verlieren habe, antwortete Schultz: „Ich bin sicher, dass wir stabil unsere Leistung bringen werden. Ich bin mir aber auch sicher, dass wir mal zwei oder drei Spiele nicht gewinnen werden. Dann werden wir aber ruhig bleiben, wir sind in einer Luxus-Position.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur 2. Bundesliga)

Diese Luxus-Position wollen die Hamburger nicht mehr verlassen – und Schultz ist zuversichtlich, dass dies auch gelingen wird.: „Der Druck wird dadurch gar nicht so groß werden, wir kommen immer noch aus einer Underdog-Rolle. Es gibt einige Klubs, die den Aufstieg vehementer wollen. Ich glaube nicht, dass wir einbrechen werden.“

Für SPORT1-Experte Olaf Thon könnte es dennoch auf eine Kopfsache hinauslaufen. „Die Frage ist, ob sie jetzt mit 36 Punkten nachdenken. Ich finde, dass sie sich nur selber schlagen können.“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der 2. Bundesliga)

Sich selber schlagen – daran will der St.-Pauli-Trainer gar nicht denken. „Wir sind in einer Situation, mit der wir nicht rechnen konnten. Die Euphorie bei den Fans, aber auch bei der Mannschaft und bei mir, ist groß. Da werde ich auch nichts bremsen, Euphorie ist schön, solange wir weiter gut arbeiten.“

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