Die Formel 1 erlebt 2026 eine der größten technischen und strukturellen Veränderungen ihrer Geschichte. Das Ziel aller Teams bleibt jedoch unverändert: den schnellsten, zuverlässigsten Boliden zu bauen, um Rennen zu gewinnen, maximale WM‑Punkte zu sammeln und Weltmeistertitel zu holen.
Wie viele Formel‑1‑Teams gehen 2026 an den Start?
In der Saison 2026 treten elf Teams mit insgesamt 22 Fahrern an – so viele wie seit 2016 nicht mehr.
Neu hinzugekommen sind Audi sowie Cadillac als weiteres US‑Team. Vor allem das Debüt von Audi wird mit Spannung erwartet. Die Ingolstädter setzen mit Nico Hülkenberg auch auf einen erfahrenen deutschen Piloten.
Teams & Fahrer 2026 (komplette Übersicht):
- Red Bull Racing – Max Verstappen, Isack Hadjar
- Ferrari – Charles Leclerc, Lewis Hamilton
- Mercedes – George Russell, Kimi Antonelli
- McLaren – Lando Norris, Oscar Piastri
- Aston Martin – Fernando Alonso, Lance Stroll
- Alpine – Pierre Gasly, Franco Colapinto
- Haas – Oliver Bearman, Esteban Ocon
- Williams – Alex Albon, Carlos Sainz
- Racing Bulls (Red Bull Juniorteam) – Liam Lawson, Arvid Lindblad
- Audi – Nico Hülkenberg, Gabriel Bortoleto
- Cadillac – Valtteri Bottas, Sergio Pérez
Die Anzahl der Formel 1 Teams, die in einer Saison an den Start gehen, war im Laufe der Zeit enormen Schwankungen unterlegen. An der Debütsaison 1950 nahmen acht Teams teil, in der zweiten waren es schon elf. Auch danach stieg die Zahl der Formel 1 Teams, die in einer Saison vertreten waren, weiter an. Teilweise gründeten dabei einzelne Rennfahrer Teams, deren einzige Starter sie selbst waren. Erst in den 1980er-Jahren wurde die Anzahl der Formel 1 Teams wieder übersichtlicher, war aber mit rund 16 weiterhin recht hoch. In der Saison 1989 stieg die Anzahl wieder auf 20, bis 1994 fiel sie jedoch auf 14. Seitdem hält sie sich konstant unter diesem Wert.
Wie viele Fahrer hat ein Formel‑1‑Team 2026?
Auch 2026 setzen alle Teams auf zwei Stammpiloten, ergänzt durch Ersatz‑ und Entwicklungsfahrer. Diese testen neue Komponenten und springen bei Ausfällen ein. Dies entspricht dem seit den frühen 1990ern etablierten Standard.
Zu Beginn der Formel-1-Geschichte war die Anzahl der Fahrer pro Team noch nicht festgelegt. So ging in der ersten Saison 1950 der Rennstall Maserati mit 15 Fahrern an den Start, während Cooper lediglich einen Starter gemeldet hatte. Erst in den 1980er-Jahren war es üblich, dass ein Team zwei Fahrer hatte, allerdings gab es auch Ausnahmen in Form von Teams mit nur einem Fahrer. Die Saison 1992 war die erste, an der konsequent zwei Formel 1 Fahrer pro Team teilnahmen.
Technische Revolution 2026 – was sich ändert
2026 markiert den größten Reglement‑Umbruch seit Jahrzehnten. Die Änderungen betreffen Motor, Aerodynamik und Fahrverhalten grundlegend:
Neue Power‑Units (50% Elektro, 50% Verbrenner)
- 1.6‑Liter‑V6‑Hybrid bleibt, aber dreifache elektrische Leistung (ca. 350 kW).
- MGU‑H entfällt, MGU‑K wird massiv stärker.
- Autos fahren erstmals auf fortschrittlichem nachhaltigem Kraftstoff.
Active Aero statt DRS
- DRS ist abgeschafft.
- Stattdessen: bewegliche Front‑ und Heckflügel, die Fahrer in Kurven oder Geraden aktiv steuern.
Neue Überholmodi
- Overtake‑Modus: zusätzlicher Energieschub, wenn man innerhalb einer Sekunde hinter dem Vordermann liegt
- Boost‑Modus: frei einsetzbare Energiereserve zur strategischen Nutzung
Kleinere, leichtere Autos
- Radstand –200 mm, Breite –100 mm, Gewicht –30 kg, schmalerer Unterboden
- Ziel: mehr Agilität und besseres Racing
Was sind die größten Erfolge, die Teams 2026 erreichen können?
Wie immer kämpfen Teams um zwei Titel:
- Fahrer‑Weltmeisterschaft
- Konstrukteurs‑Weltmeisterschaft (Summe der Punkte beider Fahrer)
Das oberste Ziel eines Formel 1 Teams ist es, dass seine beiden Fahrer möglichst viele WM-Punkte einfahren. Punkte gibt es für die Platzierung in den Rennen. Die besten zehn Fahrer eines Rennens erhalten Punkte: Der Sieger bekommt 25, der Zweitplatzierte 18, der Dritte 15 Punkte. Absteigend kassiert der Zehnte noch einen Punkt, zudem verdient sich der Fahrer mit der schnellsten Runde im Rennen einen weiteren Zähler. Alle erzielten Punkte werden addiert, daraus ergibt sich die Fahrerwertung. Der Formel 1 Fahrer, der am Ende der Saison die meisten WM-Punkte gewonnen hat, holt die Weltmeisterschaft.
Darüber hinaus haben auch die Formel 1 Teams die Chance, einen WM-Titel zu gewinnen. Für die Konstrukteurswertung werden die Punkte der beiden Fahrer, die für ein Team an den Start gehen, zusammengezählt. So lassen sich die Leistungen der Formel 1 Teams miteinander vergleichen. Das Team mit den meisten WM-Punkten darf sich am Ende der Saison als Konstrukteursweltmeister feiern lassen. Der Modus macht es möglich, dass ein Team den Titel holt, das nicht den Weltmeister-Fahrer stellt.
Die historisch erfolgreichsten Formel‑1‑Teams
Aktuell liegt Ferrari mit 16 Konstrukteurstiteln an der Spitze, gefolgt von McLaren (10), Williams (9) und Mercedes (8). Die folgenden Formel-1-Teams haben ebenfalls mindestens einen Konstrukteurstitel gewonnen (Stand Saison 2025):
- Lotus: 7
- Red Bull: 6
- Cooper: 2
- Brabham: 2
- Renault: 2
- Benetton: 1
- Brawn: 1
- Vanwall: 1
- Tyrrell: 1
- Matra Sports: 1
- B.R.M.: 1
Die erfolgreichsten Fahrer aller Zeiten
Die ewigen Bestenlisten werden 2026 weiterhin von:
- Lewis Hamilton (7 Titel)
- Michael Schumacher (7 Titel)
angeführt. Max Verstappen (vier Titel bis 2025) jagt jedoch die historischen Rekorde und bleibt der dominierende Fahrer seiner Generation.
Das Ziel von Formel 1 Teams ist es, die schnellsten und zuverlässigsten Boliden zu bauen. Damit sollen ihre Formel 1 Fahrer Rennen gewinnen, möglichst viele WM-Punkte holen und am Ende der Saison Weltmeister werden. Alle Weltmeister der Formel 1 seit 1950 finden sich hier.
Die meisten Siege und WM-Punkte
Was die Grand-Prix-Siege angeht, hat Hamilton allerdings Michael Schumacher bereits in der Saison 2020 überboten. Bei seinem Karriereende hatte Schumacher 91 Siege auf dem Konto, bei Hamilton waren es Ende 2025 insgesamt 105. Auch bei den WM-Punkten hat Hamilton die Nase vorn. Bis Ende 2025 holte er 5.018,5 Punkte. Allerdings profitierte er davon, dass seit 2010 der Sieger eines Rennens 25 statt – wie vorher – zehn Punkte erhält. Auch die weiteren Platzierungen werden seitdem mit einer höheren Punktzahl belohnt. Die Diskrepanz zeigt sich daran, dass Fernando Alonso als Dritter der Allzeit-Wertung auf 2.393 Punkte kommt. Michael Schumacher hat als Zehnter 1.566 Punkte im Laufe seiner Karriere gesammelt. Rechnet man die Ergebnisse aller Formel-1-Rennen der Geschichte auf die heutige Punktewertung um, dann läge Schumacher übrigens hinter Hamilton und vor Vettel (aktuell Dritter mit 3098 Punkten).