Es war eine bittere Pleite für Leroy Sané und Galatasaray Istanbul in der Süper Lig. Gegen Konyaspor unterlag der Tabellenführer mit 0:2 (0:0). Eine Schiedsrichterentscheidung sorgte dabei für mächtig Zündstoff. Kurioser werden die Geschehnisse nur noch durch ein Statement des türkischen Verbands.
Die Aufregerszene des Spiels: Der vermeintliche Führungstreffer von Sané kurz nach der Pause wurde vom VAR wieder einkassiert (49.).
Seltsame Reaktion nach riesigem Wirbel um Sané-Tor
Nach einem weiten Ball von Noa Lang hatte Ex-Bayern-Flop Sacha Boey die Vorlage für Sané gegeben, der stark abschloss. Doch ausgerechnet Boey selbst sorgte dafür, dass der Treffer nicht zählte.
Schiedsrichter Atilla Karaoglan sah sich die Situation nämlich auf dem Monitor an und entschied nach Ansicht der Bilder auf eine Abseitsposition von Boey. „Diese Entscheidung sorgte für viel Diskussionsstoff“, schrieb zunächst die türkische Zeitung Fanatik.
Am Tag darauf veröffentlichte der türkische Fußballverband TFF nun ein seltsam anmutendes Statement, dass von den nationalen Medien als direkte Reaktion auf die Diskussionen gewertet wurde. „Fußball ist kein Spiel mit den Füßen, es ist ein Sport“, schrieb der Verband in den sozialen Medien. Genauere Erläuterungen blieben jedoch ebenso aus, wie eine Ankündigung weiterer Untersuchungen.
Galatasaray erhebt heftige Vorwürfe
Noch am Abend der Partie hatte Galatasaray in einem offiziellen Statement schwere Vorwürfe erhoben: „Das reguläre Tor, das Galatasaray im Spiel gegen Konyaspor erzielt hat, wurde trotz der eindeutigen Bestimmungen der Abseitsregel aberkannt. Dies ist ein Skandal, der für den türkischen Fußball inakzeptabel ist.“
Der heftige Vorwurf des Vereins: „Der Schiedsrichter des Spiels und der VAR-Schiedsrichter Davut Dakul Celik, der bekanntermaßen ein fanatischer Anhänger des Teams ist, gegen das wir um die Meisterschaft kämpfen (Fenerbahce Istanbul, Anm. d. Red.), haben diese Entscheidung getroffen und nicht nur das Ergebnis eines Spiels, sondern auch das Vertrauen in die Fairness und Glaubwürdigkeit der Liga beschädigt.“
Galatasaray forderte den Verband auf, „dass die betreffende Situation transparent untersucht wird und dass die erforderlichen Verwaltungsmaßnahmen in Bezug auf den VAR-Schiedsrichter unverzüglich eingeleitet werden.“ Und weiter: „Galatasaray lässt sich durch solche Spielchen nicht aufhalten.“
Bereits während des Spiels war Galatasaray mit der Entscheidung nicht einverstanden. „Nach der Überprüfung durch den VAR wird das Tor auf eine für uns unverständliche Weise aberkannt“, schrieb der Meister verärgert auf X.
Durch die Niederlage hat Rivale Fenerbahce die Chance am Montag punktetechnisch gleichzuziehen. Galatasaray führt die Tabelle mit 55 Punkten an.