Alysa Liu hatte die Goldmedaille schon um den Hals, doch begreifen konnte sie ihren Triumph noch nicht. „Ich kann das einfach nicht fassen. Das ist unmöglich“, sagte die US-Amerikanerin nach ihrem Triumph in Mailand zu ihren Trainern.
Doch es war wirklich wahr! Die 20-Jährige hat ihr vielbeachtetes Comeback mit einer einzigartigen Traum-Kür, einer Karriere-Bestleistung und dem Olympiasieg gekrönt – nach ihren eigenen Regeln.
„Genau das meine ich, verdammt nochmal!“, rief sie nach ihrem Lauf im Goldkleid in die Kamera.
Alysa Liu: Schon mit 13 Jahren weltberühmt
Nach WM-Bronze vor vier Jahren hatte sie ihre Karriere schon für beendet erklärt, dann aber neue Motivation gefunden. Das einstige Wunderkind – mit 13 Jahren stand sie als jüngste Läuferin den dreifachen Axel – war zur Saison 2024/25 nach zweieinhalbjähriger Pause aufs Eis zurückgekehrt und hatte seitdem konsequent seinen eigenen Weg verfolgt. Liu hatte die Kontrolle – über ihre Musik, ihre Kür, ihre Kostüme.
Fragen nach der Bedeutung einer möglichen Olympia-Medaille wies sie wiederholt zurück und erklärte, dass dies nicht der Grund für ihre Rückkehr sei. Mit dieser Einstellung lief die Psychologie-Studentin befreit auf – und zum zweiten Gold nach jenem mit dem US-Team.