Vor dem Bundesliga-Start des FC Bayern München gegen den VfL Wolfsburg erklärt Kapitän Bastian Schweinsteiger, wie es nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft für ihn in der Nationalmannschaft weitergeht und wie schwer seine Knieverletzung wirklich ist.

Im Gegensatz zu seinen DFB-Kollegen Philipp Lahm, Per Mertesacker und Miroslav Klose kam für Schweinsteiger ein Ende in der Nationalmannschaft nicht in Frage.

„Ich habe mir selbst in den Tagen nach der WM die Frage gestellt, ob ich der Mannschaft noch helfen kann. Und die kann ich mit Ja beantworten“, erklärte der 30-Jährige in der „Bild“.

Für das nach Lahms Rücktritt freigewordene Kapitänsamt sieht sich der Mittelfeldstratege bereit, er könnte aber auch gut ohne Leben: „Wenn der Bundestrainer mich benennen möchte, würde ich das Kapitänsamt natürlich annehmen. Das ist ganz klar. Aber ich bin ein Spieler, der sich immer in den Dienst der Mannschaft stellt – egal, ob mit Binde oder ohne.“

Beim Liga-Auftakt gegen Wolfsburg wird Schweinsteiger aufgrund einer Patellasehnenreizung fehlen. Wann er sein Comeback geben wird, ist dabei weiterhin unklar.

„Es gibt keinen genauen Zeitplan. Ich muss sehen, wie das Knie auf die Behandlung reagiert. Mir ist wichtig, dass die Entzündung komplett rausgeht. Im Moment trainiere ich deshalb individuell im Kraftraum, ohne die Sehne groß zu belasten“, beschrieb Schweinsteiger die Reha-Maßnahmen.

Fest steht aber, dass die Behandlung „ohne Spritzen erfolgt“ und sich Schweinsteiger keine großen Sorgen macht.

„Um mich muss keiner Angst haben. Ich habe seit Januar Probleme mit der Patellasehne im linken Knie. Aber ich weiß damit umzugehen“, so der Leistungsträger des FC Bayern: „Man muss die Geschichte dahinter sehen: Vor einem Jahr habe ich mich im Sommer am rechten Sprunggelenk operieren lassen. Dann war nochmals eine OP im Dezember notwendig. Ich habe in dieser Zeit eine Schonhaltung eingenommen, auf die das gegenüberliegende Knie reagiert hat.“