Die deutsche Nationalmannschaft steht vor dem dritten Gruppenspiel bei der Handball-EM unter Zugzwang. Das Team von Bundestrainer Alfred Gislason darf gegen Spanien (ab 20.30 Uhr im LIVETICKER) nicht verlieren, ansonsten verabschieden sich die Deutschen vorzeitig aus dem Turnier.

Es steht eine Menge auf dem Spiel. Vom historischen Vorrunden-Aus bei einer EM-Endrunde im aktuellen Modus bis zum Weiterkommen mit Maximalpunktzahl ist alles möglich – bei welchen Szenarien Deutschland weiterkommt, lesen Sie hier.

Rune Dahmke wurde für das Entscheidungsspiel gegen Spanien bei der Handball-EM aus dem deutschen Kader gestrichen
Rune Dahmke wurde für das Entscheidungsspiel gegen Spanien bei der Handball-EM aus dem deutschen Kader gestrichenRune Dahmke wurde für das Entscheidungsspiel gegen Spanien bei der Handball-EM aus dem deutschen Kader gestrichen

Handball-EM heute im TV: So verfolgen Sie Deutschland gegen Spanien LIVE im Free-TV

Eine Stunde vor Spielbeginn ist auch der offizielle Spieltagskader veröffentlicht worden: Erstmals im Turnier setzt Gislason auf Nils Lichtlein. Der Spielgestalter der Füchse Berlin steht zum ersten Mal bei der Europameisterschaft im Spieltagskader. Bislang hatte Lichtlein mit einer Fußverletzung zu kämpfen und musste zuschauen.

„Vor allem in den Phasen gegen Serbien, wo es gestockt hat, ist er ein Spieler, der bei Berlin gezeigt hat, dass er super viel Tempo reinbringen kann“, sagte Ex-Nationalspieler Paul Drux in seiner Rolle als Experte bei Dyn: „Gerade wenn es mal nicht so läuft bringt er frischen Wind. Er macht sich nicht so viele Gedanken. Das könnte uns heute sehr helfen.“

Da Deutschland mit 18 Spielern nach Herning gereist ist, aber immer nur 16 Akteure pro Partie eingesetzt werden dürfen, muss Gislason vor jedem Duell zwei Spieler streichen. Am Montagabend trifft dies offenbar Rune Dahmke (Linksaußen) und Franz Semper (Rückraum rechts).

Dahmke stand schon beim Auftakt gegen Österreich nicht im Kader. Semper ging angeschlagen aus der bitteren Niederlage gegen Serbien heraus.

Handball-EM: Gislason schwört auf Spanien ein

Vor allem der Bundestrainer selbst bekam nach der überraschenden, aber verdienten Niederlage gegen Serbien viel Kritik ab. So machten mehrere DHB-Legenden dem Isländer schwere Vorwürfeund in den eigenen Reihen äußerte Juri Knorr seinen Unmut.

Gislason wollte dies nicht weiter an sich heranlassen – und versuchte, seine Mannschaft auf das Endspiel um die Hauptrunde einzuschwören.

Man müsse das „Olympia-Wunder wiederholen, wenn wir weiterkommen wollen“, meinte der 66-Jährige mit Blick auf den Silber-Coup bei den Sommerspielen 2024. „Mit sehr viel Herz, aber auch mit sehr viel Kopf.“ Die Devise ist klar: Verlieren verboten!

Die Schützenhilfe Österreichs hat schonmal geholfen.

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