Tim Stützle ist in der NHL momentan kaum zu bremsen.

Kein Wunder, dass der Eishockey-Nationalspieler in Diensten der Ottawa Senators nach zuletzt überragenden Leistungen, allem voran mit vier Scorerpunkten gegen die Calgary Flames (4:3), unlängst zum NHL-Spieler der Woche gewählt worden ist. (NEWS: Alles zur NHL)

Angesichts seiner rasanten Entwicklung nach gerade mal zweieinhalb Jahren in der stärksten Eishockey-Liga der Welt gilt Stützle für viele schon als der kommende Superstar schlechthin, wird von manchen Experten gar in einem Atemzug mit seinem Landsmann Leon Draisaitl genannt. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der NHL)

Was dagegen wohl nur wenige über Stützle wissen: Der 21-Jährige hat nicht nur eine Affinität zum schnellen Kufensport, sondern auch zum Fußball.

NHL-Star Tim Stützle über Bayern-Coach Nagelsmann

Immerhin kickte er parallel zum Eishockey bis zu seinem 13. Lebensjahr beim SV Forst, einem Dorfverein bei Viersen am Niederrhein.

Mitbekommen hat Stützle auch den 3:2-Sieg von Bundesligist Borussia Mönchengladbach gegen den FC Bayern am vergangenen Wochenende – und damit auch die Entgleisung von Julian Nagelsmann. (NEWS: Nagelsmann-Strafe steht fest)

Der Chefcoach des Rekordmeisters hatte dabei aus Frust über die Rote Karte gegen Dayot Upamecano mit Blick auf den Unparteiischen Tobias Welz auch die Äußerung „weichgespültes Pack“ fallen gelassen und damit für Wirbel gesorgt.

„Wir regeln solche Dinge auf dem Eis“, erklärte Stützle dazu nun schmunzelnd während einer digitalen Medienrunde auf SPORT1-Nachfrage und räumte ein, dass es beim Eishockey neben reichlich Trashtalk „ja auch Schlägereien gibt“.

NHL-Shootingstar Tim Stützle spielt für die Ottawa Senators
NHL-Shootingstar Tim Stützle spielt für die Ottawa Senators NHL-Shootingstar Tim Stützle spielt für die Ottawa Senators

Doch selbst „wenn es zu Fehlentscheidungen kommt: Es ist für einen Schiedsrichter bei so einer schnellen Sportart unheimlich schwer, immer die richtige Entscheidung zu treffen. Man muss sich auch mal in deren Lage versetzen.“

Über die Schiedsrichter werde daher auch „nichts in die Medien hineingebracht“, fügte Stützle an. „Vielleicht ist man während des Spiels mal nicht so gut auf den Schiedsrichter zu sprechen. Und wenn man dann mal was sagt, dann kommt man halt nach dem Spiel auf ihn zu und sagt: ‚Tut mir leid, da sind mir die Sicherungen durchgebrannt.‘“

Die Referees würden „das dann auch verstehen, da ist soviel Adrenalin drin. Aber es sind ja auch nur Menschen, und ich habe vor den Schiedsrichtern sehr viel Respekt – das ist kein einfacher Job.“

Christian Paschwitz, Jahrgang 1976, volontierte einst Ende der Neunziger bei der Deister- und Weserzeitung in Hameln und war dort auch lange Redakteur. 2004 dann Wechsel als Redakteur zur Leine-Zeitung,...