Nach der schweren Knieverletzung von Stefan Eichberger muss das österreichische Ski-Team die nächste Hiobsbotschaft verkraften. Wie bekannt wurde, hat sich Felix Hacker im ersten Training von Gröden am Dienstag einen Meniskusriss im linken Knie zugezogen und fällt auf unbestimmte Zeit aus.
Besonders bitter: Der 26-Jährige war erst am 10. Dezember nach einer Pause von 322 Tagen aufgrund eines Kreuzbandrisses auf die Piste zurückgekehrt – und sein Comeback hatte es in sich: Im zweitklassigen Europacup gewann Hacker auf Anhieb den Super-G in Santa Caterina. Nun muss er erneut pausieren.
Am Dienstag hatte Hacker seine Trainingsfahrt sogar noch beendet. An derselben Stelle, an der sich Eichberger kurz zuvor das Kreuzband gerissen hatte, legte er aber eine harte Landung nach einem Sprung hin.
„Nach der Landung hatte ich sofort ein ungutes Gefühl im Knie“, schilderte er. „Zunächst dachte ich, es sei nicht so schlimm, deshalb bin ich noch ins Ziel gefahren. Die Diagnose ist natürlich extrem bitter.“
Ski Alpin: Hacker hatte einen Fixplatz sicher
Als Dritter der Europacup-Abfahrtswertung des vergangenen Winters hat Hacker in der Saison 2025/26 einen Fixplatz in der Weltcup-Abfahrt sicher. Vor rund einem Jahr holte er sich mit Rang 29 bei der Abfahrt von Gröden zudem seine ersten Weltcuppunkte. Eine Woche später fuhr er in Bormio in beiden Rennen in die Punkteränge und feierte im Super-G mit Platz 14 sein bis dato bestes Ergebnis.
Wie lange der gebürtige Kärntner ausfällt, ist noch nicht absehbar. Laut der Kleinen Zeitung wird Hacker auf einen operativen Eingriff verzichten und für rund acht Wochen pausieren. Am 5. Januar soll eine Folgeuntersuchung Aufschluss darüber geben, ob der konservative Ansatz erfolgreich ist.