Toni Kroos hat beim Clásico mit Real Madrid am Wochenende einen rabenschwarzen Abend erlebt – und das nicht nur aus sportlicher Sicht.

Die 0:4-Niederlage gegen den FC Barcelona im eigenen Stadion sei „hochverdient“ gewesen, gab der ehemalige Weltmeister in seinem Podcast Einfach mal Luppen zu. (DATEN: Die Tabelle von La Liga)

Kroos war in der Halbzeit ausgewechselt worden. Sein Fazit fiel ebenso selbstkritisch wie nüchtern aus: „Nach dem 0:1 war es dann schon sehr, sehr in eine Richtung, das war schon enttäuschend und insgesamt dann bis zum Ende auch wirklich schwach.“

Viel mehr gebe es nach einem „bitteren Abend“ gar nicht zu sagen. Für Real gelte es nun, den Kopf wieder hochzunehmen.

Kroos erlebt persönlichen Clásico-Albtraum

Für den Mittelfeldspieler selbst war die Clásico-Pleite aus mehreren Gründen ein Spiel zum Vergessen. In der Kabine musste er sich eine „Fleischwunde am Schienbein mit drei Stichen nähen lassen“, berichtete er. Die Verletzung, entstanden bei einem Foulspiel, sei allerdings nicht der Grund für seine Auswechslung gewesen.

„Ich habe gesehen, dass es blutet, aber gar nicht so wahrgenommen“, erklärte Kroos. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan von La Liga)

Doch damit nicht genug: „Kleiner Fact noch am Rande: 0:4, Fleischwunde, abgerundet hat den Abend dann die 80. Minute, als der Doktor kam und sagte, wer zur Doping-Kontrolle muss. Da hätte ich auch drauf wetten können.“

Pechvogel Kroos, den die Dopingkontrolle gute eineinhalb Stunden kostete, war aber immerhin nicht alleine in seinem Schicksal. „Pique und Jordi Alba waren von Barcelona da, und Vinicius und ich, wir waren von der Loser-Gang. Da war ich dann auch recht froh, als ich da raus war.“

So schätzt Kroos das Duell mit Chelsea ein

Trotz der empfindlichen Clásico-Niederlage spiele Real aber weiter eine gute Saison. Man sei in allen wichtigen Wettbewerben noch gut dabei: „In den letzten zwei Monaten bestehen alle Chancen – wenn wir uns davon nicht aus der Bahn bringen lassen.“

In La Liga zeiht Madrid an der Spitze tatsächlich recht einsam seine Kreise. Und in der Champions League wurde mit Paris Saint-Germain zuletzt ein großer Name aus dem Weg geräumt. (NEWS: Alle aktuellen Infos zu La Liga)

Nächster Gegner ist im Viertelfinale der FC Chelsea. Wahrlich kein Wunschgegner: „Es gibt kaum einen größeren Brocken. Wir sind gut beraten, uns auf uns zu konzentrieren.“

Stimme die Leistung, sei „vieles möglich. Wenn wir nicht gut sind, ist auch mal weniger möglich. Wir müssen schauen, dass wir sehr gut sind, denn das werden wir sein müssen.“