Graue Wolken über der DFB-Zentrale in Frankfurt!

Die deutsche Nationalmannschaft hat am Dienstag das zweite ihrer drei Testspiele gegen Kolumbien verloren und steckt damit weiterhin Mitten in einer Krise.

Die erneut schlechte und enttäuschende Leistung der Mannschaft von Bundestrainer Hansi Flick brachte Sportdirektor Rudi Völler dazu, nach der 0:2-Niederlage ein knallhartes Fazit zu ziehen. Er machte das, was Flick ein Tage zuvor nicht zulassen wollte: Kritik an der Mannschaft.

Flick ließ keine Kritik zu

Der Bundestrainer stellte sich nach der schwachen Leistung gegen die Ukraine vor seine Jungs und ließ gegenüber den Medienvertretern verlauten: „Ihr könnt gerne mich kritisieren, aber lasst die Spieler nach einer langen Saison draußen.“

Flick nahm vor allem Ilkay Gündogan und Joshua Kimmich aus der Schusslinie: „Wir freuen uns wahnsinnig über den Erfolg von Ilkay in dieser Saison. (…) Aber ich will auch mal Kimmich ansprechen, weil mir es am Herzen liegt. Vor einem Jahr war er Weltklasse. Jetzt soll er die Spieler schlechter machen?“

Von Flicks Aussagen ließ sich Völler nach der Niederlage gegen Kolumbien und dem Abschluss der Testspielreihe nicht beirren und kündigte selbst an, dass einige Spieler, die zuletzt auf dem Rasen standen, in den kommenden Spielen nicht mehr für die DFB-Elf spielen werden.

Drei Spiele, ein Unentschieden, zwei Niederlagen - Das ist die Bilanz der letzten DFB-Auftritte. Die Spieler konnten nach dem 0:2 gegen Kolumbien die lautstarken Pfiffe der Fans verstehen.

Drei Spiele, ein Unentschieden, zwei Niederlagen – Das ist die Bilanz der letzten DFB-Auftritte. Die Spieler konnten nach dem 0:2 gegen Kolumbien die lautstarken Pfiffe der Fans verstehen.

Völler poltert gegen die Mannschaft

Bei RTL erklärte der 64-Jährige in aller Deutlichkeit: „Wir werden im September einige Spieler nicht mehr wiedersehen, am Ende ist es auch eine Qualitätsfrage“, sagte Völler und bezeichnete die Profis, die in den drei Partien fehlten „ein bisschen als Gewinner.“

Völler weiter: „In den zwei Wochen hat man gesehen, dass einige – bei allen Bemühen – an ihre Grenzen gestoßen sind. Unter dem Strich fehlt es bei dem ein oder anderen“. Bei der nächsten Nominierung werde man sehen, um welche Spieler es sich handele.

Flick wurde auf die Aussagen angesprochen und er versuchte sich zurückhaltender dazu zu äußern: „Wir haben genau hingeschaut, wer die Erwartungen erfüllt hat und wer nicht.“

Im Gegensatz zu Völler kündigte Flick an, die Entscheidungen in Ruhe zu treffe und bat dafür zugleich um Zeit.