Novak Djokovic legte sich nach dem entscheidenden Punkt auf den Boden und streckte alle Extremitäten von sich. Er sicherte sich nach extrem knappen Finale den Sieg beim Masters-1000-Turnier in Cincinnati. Eine Woche vor dem Start der US Open schlug der Serbe Carlos Alcaraz 5:7, 7:6, 7:6.
Im zweiten Satz hatte der „Joker“ schon im Tiebreak einen Matchball gegen sich abgewehrt, bevor er es mit 9:7 für sich entscheiden konnte. Auch im dritten Satz gingen die zwei weltbesten Spieler über die volle Distanz, der Weltranglistenzweite gewann das zweite Tiebreak ebenso mit 7:4.
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Im Halbfinale hatte Djokovic den Deutschen Alexander Zverev knapp geschlagen und so den Einzug ins Finale perfekt gemacht. Das Finale in Ohio war auch ein Duell der Generationen: Die Kontrahenten trennen 16 Jahre Altersunterschied. Bei über 30 Grad Celsius auf dem Platz und einer Spieldauer von 3:49 Stunden könnte man denken, dass der 20-jährige Spanier einen Vorteil gehabt haben sollte, am Ende setzte sich mit dem 36-Jährigen dann doch die Erfahrung durch. Sie bestritten somit am Sonntag das längste Finale der ATP-Tour seit 1990.
Djokovic bezeichnete das Spiel als „eins der schwersten Spiele und aufregendsten Spiele meines Lebens“. Außerdem freute er sich auf die nächsten Duelle mit seinem Gegner: „Diese Rivalität wird nur besser. Großen Respekt an ihn.“
Der unterlegene Alcaraz fand ebenfalls positive Worte über sein Gegenüber: „Es ist unglaublich gegen dich zu spielen, mit dir den Platz zu teilen und von dir zu lernen.“
Im Juli beim Turnier in Wimbledon konnte Alcaraz das Finalduell für sich entscheiden. Jetzt bei der Generalprobe für den nächsten Grand Slam in New York musste der Weltranglistenerste sich Djokovic auf beim ersten Duell auf einem Hartplatz geschlagen geben. Für den 36-Jährigen war es der 39. Sieg bei einem ATP-Masters-1000-Turnier.