Der Siebenkampf bei der Leichtathletik-WM in Budapest hatte mal wieder viel Drama parat. In einem furiosen Zweikampf über die 800 Meter wehrte Katarina Johnson-Thompson (GBR) den Angriff von Anna Hall (USA) ab und gewann die Goldmedaille.

Mit Platz 7 (Sophie Weißenberg) und Platz 14 (Vanessa Grimm) schlugen sich die beiden verbliebenen DLV-Athletinnen achtbar. Carolin Schäfer hatte den Siebenkampf verletzungsbedingt schon am ersten Tag beenden müssen.

Eine gute Figur gab auch die Österreicherin Sarah Lagger ab, die bei ihrem WM-Debüt Siebzehnte wurde – und das mit durchaus ungewöhnlichen Methoden.

Wie die 23-Jährige bei SPORT1 verriet, verbrachte sie am zweiten Tag des Wettkampfes zwei Stunden in einer dunklen Behindertentoilette.

„Es ist wirklich super hier, ich hatte noch nie so gute Ruheräume bei einem Wettkampf“, sagte sie. „Aber wenn ich müde bin, dann brauche ich es ganz leise. Deswegen habe ich meine Luftmatratze genommen, die man uns bei der WM gegeben hat und bin in die Behindertentoilette gegangen.“

Da machte Lagger dann das Licht aus und holte etwas Schlaf nach. „Heute Nacht lag ich bis vier Uhr wach. Wenn man noch so aufgeregt ist, dann wird‘s schwer mit dem Schlaf.“

Nach den Anstrengungen der beiden Tage zeigte sie sich insgesamt erleichtert. „Es war schon mein vierter Siebenkampf der Saison. Mit den Punkten kann ich zwar nicht ganz zufrieden sein, ich bin aber froh, dass ich im Ziel bin.“

Sarah Lagger wurde 17. im Siebenkampf
Sarah Lagger wurde 17. im SiebenkampfSarah Lagger wurde 17. im Siebenkampf

Und jetzt darf sich Lagger wieder auf ihr eigenes Bett freuen.

Johannes Fischer wuchs in Mailand vor den Toren von San Siro auf und bekam dort in den 80er-Jahren die gesammelte Weltelite des Fußballs zu sehen. Studierte nach dem Abitur an der Sporthochschule in Köln...