Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen hat es sich im Rahmen der Jahreshauptversammlung des deutschen Rekordmeisters (TICKER) nicht nehmen lassen, einen indirekten Seitenhieb gegen Ex-Profi Dietmar Hamann zu verteilen.
Der Vorstandsvorsitzende lobte in seiner Rede zunächst die Intensität und Laufbereitschaft der Mannschaft: „Überhaupt laufen wir von allen Bundesliga-Klubs am meisten. Das ist neben der individuellen Qualität jedes einzelnen auch ein Verdienst des Trainers und seines Teams.“
Anschließend wendete sich Dreesen an die Kritiker: „Wenn dann sogenannte Experten darüber fabulieren, dass es mit dieser Ineffizienz, weil wir viel zu viel laufen, nicht langfristig auch ein Nachteil sein kann, dann sag’ ich nur: Wartet mal ab!“
FC Bayern: Hamann spricht von „unnötiger Zusatzleistung“
Die Aussage zielte offensichtlich auf Dietmar Hamann ab, der die Bayern im Oktober in seiner Sky-Kolumne davor gewarnt hatte, zu viele Kilometer zu laufen.
Nach dem Sieg in der Champions League gegen Pafos FC schrieb der frühere Spieler der Münchner: „Wenn man – wie gegen Pafos – gegen einen Gegner spielt, der zwei bis drei Klassen schlechter ist, 5:1 gewinnt und alles unter Kontrolle hat, darf man sich läuferisch nicht so verausgaben.“
Solch eine „unnötige Zusatzleistung“ könne sich im weiteren Saisonverlauf „brutal rächen“, betonte Hamann weiter und nannte Real Madrid als Positivbeispiel für den FC Bayern.
In der Bundesliga ist das Team von Trainer Vincent Kompany derzeit mit 1.098 Kilometern bei der reinen Laufdistanz Spitzenreiter. Negative Auswirkungen sind bis dato jedoch nicht zu erkennen – im Gegenteil: Der FC Bayern hat jedes seiner bisherigen 15 Pflichtspiele gewonnen.