Die aktuell größte Fehde bei Wrestling-Marktführer WWE hat einen Aufsehen erregenden Höhe- und Wendepunkt erreicht.

Roman Reigns, Aushängeschild und seit über einem Jahr Universal Champion der Promotion, hat den Mann abserviert, der vor der Kamera seine Verwandlung zum Oberbösewicht der TV-Show Friday Night SmackDown forciert hat: Der „Head of the Table“ verkündete die Entlassung von Manager Paul Heyman – und vollstreckte sie mit einem Superman Punch.

Hintergrund der Aktion sind die seit Monaten eingestreuten Andeutungen, dass Heyman in Reigns‘ Rivalität mit seinem langjährigen Schützling Brock Lesnar nicht loyal ist – was sich bei SmackDown scheinbar bestätigte.

Reigns oder Lesnar? Paul Heyman offenbar geständig

In Begleitung seiner Neffen Jimmy und Jey Uso konfrontierte Reigns Heyman am Ende der Show mit den diversen Undurchsichtigkeiten, die sich im Verlauf der Lesnar-Fehde angehäuft hatten.

Er fragte, ob Heyman von Lesnars Comeback beim SummerSlam im August gewusst hätte, von seinem Auftauchen im New Yorker Madison Square Garden, ob er etwas zu tun hätte mit der Aufhebung der Suspendierung des „Beast Incarnate“ nach dem Titelmatch der beiden bei Crown Jewel in Saudi-Arabien.

„Bist du ein Special Counsel oder ein Advokat?“, stellte Reigns die Schlüsselfrage, in Anspielung auf die verschiedenen Berufsbezeichnungen, die sich Heyman in den Verbindungen mit ihm und Lesnar gegeben hatte. Und: „Warum schützt du Brock Lesnar vor mir?“

Die wie ein Geständnis wirkende Antwort des sich emotional aufgelöst gebenden Heyman an seinen „Tribal Chief“: Er schütze nicht Lesnar vor Reigns, sondern Reigns vor Lesnar.

Roman Reigns feuert und attackiert Heyman

Was folgte, war ein im Stil eines Mafia-Films – ein Konzept, das für den Reigns-Charakter in vielerlei Hinsicht Pate stand – gehaltener Plot-Twist: Reigns umarmte Heyman wie einst Al Pacino in „Der Pate“ den verräterischen Fredo Corleone, dankte ihm für seine Ehrlichkeit und „40 Jahre treue Dienste für meine Familie“ – Heyman hatte tatsächlich schon in den Achtzigern Reigns‘ Cousins Fatu (Rikishi) und Samu beim früheren WWE-Konkurrenten WCW zum Ring begleitet.

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Der Schlusssatz Reigns‘ an den um Vergebung bettelnden Heyman lautete dann jedoch „Du bist gefeuert“ – es folgte der Superman Punch gegen das langjährige Wrestling-Mastermind, das auch hinter den Kulissen als der kreative Geist hinter der Fehde gilt. (Wie Kreativgenie Paul Heyman das Wrestling seit Jahrzehnten prägt)

Zum Abschluss der Show tauchte dann Brock Lesnar auf, pflügte sich durch die Usos und verpasste Reigns zweimal seine Spezialaktion F5.

Reigns und Lesnar treffen am 1. Januar bei der neuen Großveranstaltung Day 1 aufeinander – es bleibt abzuwarten, welche Rolle Heyman nun dabei spielen wird.

Die Ergebnisse von WWE Friday Night SmackDown am 17. Dezember 2021:

Sasha Banks & Toni Storm besiegen Charlotte Flair & Shotzi

The Viking Raiders besiegen Jinder Mahal & Shanky

Ridge Holland besiegt Cesaro

Naomi besiegt Shayna Baszler

Non Title Match: The New Day besiegen The Usos