Muss er gehen? Will er gehen? Darf er bleiben? Es sind einige Fragen, die sich derzeit um Bayerns Vorstandsboss Jan-Christian Dreesen drehen. Und auch bei den medialen Spekulationen um den CEO beginnt sich das Blatt zu wenden.

Sowohl der kicker als auch Bild berichten, dass Dreesen nach dem Wirbel um seine Person nun doch nicht vor dem Aus beim FCB steht. Im Gegenteil: Die Wahrscheinlichkeit, dass der 57-Jährige im Amt bleibt und sein auslaufender Vertrag verlängert wird, ist gestiegen. Das deckt sich mit Informationen von SPORT1.

Bayern-Rückhalt für Dreesen

Entsprechend äußerte sich jüngst Aufsichtsratsboss Herbert Hainer bei der Bild: „Generell sind wir mit unserem Vorstand um den Vorsitzenden Jan-Christian Dreesen absolut zufrieden: Wir sind sportlich erfolgreich und werden auch auf der anstehenden Jahreshauptversammlung erneut wirtschaftlich hervorragende Zahlen präsentieren.“

Auf Nachfrage von SPORT1 hatte zudem Sportvorstand Max Eberl am Samstagabend gesagt: „Ich kann nur sagen, dass Jan-Christian Dreesen, [Finanzvorstand] Michael Diederich und ich sehr, sehr vertrauensvoll miteinander arbeiten.“ Und weiter: „Warum diese Thematiken jetzt aufs Tableau kommen – keine Ahnung.“

Brisanter Bericht sorgt für Aufregung

Hintergrund: In einem Bericht des Manager Magazins werden diverse Vorwürfe gegen Dreesen erhoben. Der härteste ist wohl, dass der CEO eine Mitarbeiterin mit einer Zeitschrift beworfen haben soll. Der Vorfall liegt rund drei Jahre zurück und wurde damals ausgeräumt. Fakt ist: Die Entscheidung im Sommer 2023 Dreesen zum neuen starken Mann zu machen, fällte der Aufsichtsrat im Wissen um den Vorfall.

SPORT1-Informationen zufolge verortet man vereinsintern die Attacke auf Dreesen als von außen kommend. Es könnte sich dementsprechend eine gewisse „Wagenburg-Mentalität“ entwickeln. Der FC Bayern schließt die Reihen. Dreesen könnte quasi von dem Theater profitieren und seine Position festigen.

Im Verein weiß man zudem von der Beliebtheit des Vorstandsbosses bei den Fans. Auftritte Dreesens bei Jahreshauptversammlungen wurden in den letzten Jahren stets positiv aufgenommen.

Dreesen selbst wollte sich nach der Partie der Bayern gegen den VfB Stuttgart nicht zu der Berichterstattung äußern. Er kam am Samstagabend wie gewohnt in die Kabine, verbrachte dort ungewöhnlich viel Zeit und verließ die Münchner Arena anschließend durch einen Seitenausgang. Mit den Medien sprach er nicht.