Rudi Völler hat sich nach den jüngsten Länderspiel-Enttäuschungen erneut vor Bundestrainer Hansi Flick gestellt.
„Natürlich gefällt es einem nicht, wie das gelaufen ist. Dass dann ein Trainer, der die Hypothek des Ausscheidens bei einer WM auf dem Buckel hat, kritisch gesehen wird – das ist so. Ein neuer Trainer hätte wahrscheinlich mehr Kredit gehabt. Da muss er jetzt durch“, sagte der DFB-Direktor bei Sat.1.
Für die kommenden Länderspiele sei er aber optimistisch. „Ich glaube, dass wir im September die Kurve kriegen. Wichtig ist die Art und Weise, wie wir auftreten, und dass unsere Anhänger wieder Hoffnung haben für die EM“, sagte Völler am Rande der U21-EM in Georgien.
„Es kann sicherlich auch den einen oder anderen Etablierten treffen“
Nach der enttäuschenden 0:2-Pleite gegen Kolumbien nahm der 63-Jährige vor allem die DFB-Stars in die Pflicht, drohte vereinzelten nicht genannten Spielern gar mit einer Nicht-Nominierung in der nächsten Länderspielpause im September.
„Ich weiß, dass Hansi Flick sich da schon seine Gedanken gemacht hat. Dem will ich nicht vorweggreifen. Er hat den Kader bewusst so gewählt. Es ist einfach zu sagen, dass die wegbleiben, die nicht so oft gespielt haben oder jetzt nur eine halbe Chance bekommen haben. Aber: Es kann sicherlich auch den einen oder anderen Etablierten treffen“, fügte er an und schärfte die Sinne der DFB-Stars.
„Es werden außerdem einige wieder zurückkommen, die zuletzt gefehlt haben, Serge Gnabry zum Beispiel. Aber insgesamt ist das die Entscheidung von Hansi Flick. Ich glaube, das ist auch nicht so schlimm. Das wurde ja förmlich so hingestellt, als ob ich auf die Spieler losgegangen sei. Aber das ist ein ganz normaler Vorgang.“
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)