Große Aufregung im spanischen Frauen-Fußball: Beim Sieg gegen Espanyol Barcelona soll eine Spielerin des FC Barcelona übergriffig geworden sein.
Mapi León, so lautet der Vorwurf, habe ihrer Gegenspielerin Daniela Caracas in den Schritt gegriffen. Ein Video der TV-Übertragung, das mittlerweile auch in den Sozialen Medien zu sehen ist, scheint dies zu belegen.
León stritt die Vorwürfe in einem Statement allerdings vehement ab.
Grabsch-Eklat? Barcelona veröffentlicht Statement
Was war passiert? Beim 2:0-Erfolg Barcas am Sonntag waren León und Carcaras kurz aneinandergeraten. Zunächst verpasste Carcaras ihrer Kontrahentin einen Rempler mit dem Oberkörper. León wiederum sagte zunächst etwas in Richtung der Espanyol-Spielerin und führte mit der Hand dann eine Bewegung in Richtung des Intimbereichs von Carcaras aus.
Diese reagierte allerdings nicht, León schubste noch einmal und dann ging das Spiel weiter. Der FC Barcelona veröffentlichte am Montag daraufhin ein Statement, indem León zu Wort kam.
Sie sehe sich gezwungen zu erklären, dass sie „zu keinem Zeitpunkt die Privatsphäre meiner Kollegin Daniela Caracas verletzt” habe und auch nicht die Absicht gehabt habe, sie zu verletzen, meinte León.
Man könne auf den Bildern erkennen, dass es sich um einen „Moment während des Spiels handelt, in dem sie mich absichtlich anrempelt und ich ihr Bein berühre und als Reaktion auf das Anrempeln zu ihr sage: ‚Was ist los mit dir?‘.“
Gegenspielerin unter Schock
Eine Berührung des Intimbereichs habe es aber nicht gegeben, das würde ihr auch gar nicht in den Sinn kommen. Sie verurteile die Belästigungen, denen sich Carcaras nun in den Sozialen Medien ausgesetzt sehe und behalte sich rechtliche Schritte vor.
Espanyols Sportdirektorin Dolors Ribalta wiederum stellte sich hinter ihre Spielerin: „Jeder hat die Bilder gesehen. Wir sind der Meinung, dass dies eine inakzeptable Aktion ist. Das sind Bilder, die im Sport nichts zu suchen haben. Ich werde nicht bewerten, was Mapi gesagt oder nicht gesagt hat. Ich werde unsere Spielerin, die das Opfer ist, unterstützen.“
Caracas sei schockiert und habe die Ernsthaftigkeit des Vorfalls erst nach einigen Stunden realisiert: „Ich denke, wir stehen alle ein bisschen unter Schock.“ Nun sei es an den zuständigen Behörden, den Fall einzuordnen.