Der FC Barcelona ist mit seinem ersten Meister-Titel seit vier Jahren wieder zurück an der spanischen Liga-Spitze.
Doch trotz des sportlichen Erfolgs steht es um die Finanzen des Klubs alles andere als gut. Zuletzt konnte das Team nicht mehr alle Spieler registrieren, da sie gegen die Vorschriften der Liga verstoßen haben.
Dabei scheint die Lage nun noch prekärer zu sein wie zuletzt angenommen. Laut dem ehemaligen Finanzdirektor Jaume Llopis hat der Verein „weniger Geld als unter Bartomeu (Vorgänger von Präsident Joan Laporta, Anm. d. Red.)“.
„Sie haben weniger Einnahmen, mehr Ausgaben und weniger Vermögen. Es ist schon ein bisschen wie eine Aktiengesellschaft“, erklärte der Wirtschaftswissenschaftler auf einer Pressekonferenz.
Zudem warnte er davor, dass der Klub die Schuldenlast von rund drei Milliarden Euro erdrücken könnte. „Es ist unmöglich, sie zurückzuzahlen. Sie müssen refinanziert werden“, meint er. Der Verein verkaufte zuletzt einige Rechte, um neues Geld zu generieren und Spieler bei der Liga zu registrieren.
Kritik am Stadion-Umzug des FC Barcelona
Kein Verständnis hat Llopis, der das Projekt „Espai Barça“ zur Umgestaltung des Vereinsgeländes bis zu seinem Rücktritt betreut hat, für den anstehenden Stadion-Umzug.
Wegen des Umbaus von Camp Nou, bei der die Kapazität auf 105.000 Zuschauer erhöht werden soll, wird die Mannschaft mindestens für die Hinserie ins Olympiastadion Lluís Companys umziehen müssen.
„Es ist veraltet und wird ein Misserfolg sein. Man muss 40 Millionen Euro in die Hand nehmen, um ein über 30 Jahre altes Stadion zu renovieren“, klagt Llopis.
Aus seiner Sicht wäre ein schrittweiser Umbau des Stadions besser gewesen, auch wenn die Bauarbeiten somit länger gedauert hätten.