Es war die heißdiskutierte Szene im Bundesliga-Topduell zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern (1:1): Bis zur 85. Minute hatte der BVB dank eines Tores von Jamie Gittens vorn gelegen. Doch dann wurde den Münchnern ein Freistoß zugesprochen – mit gravierenden Folgen für den BVB: Leroy Sané trat zum Schuss an, Niklas Süle in der Dortmunder Mauer blockte den Ball mit dem Kopf ab und ging zu Boden.

Während der Abwehr-Hüne liegenblieb, seine Teamkollegen lautstark reklamierten und eine Spielunterbrechung forderten, flankte Michael Olise den Ball in den Strafraum, wo Jamal Musiala völlig ungedeckt stand und erneut per Kopfball netzte.

Jamal Musiala ließ den FC Bayern zuletzt auch gegen den BVB jubeln
Jamal Musiala ließ den FC Bayern zuletzt auch gegen den BVB jubelnJamal Musiala ließ den FC Bayern zuletzt auch gegen den BVB jubeln

Süle am Boden? „Aufstehen, weitermachen“

Eine Aktion mit Vollstrecker-Qualitäten, die auch Kevin Großkreutz Respekt abnötigte. Im Podcast Viertelstunde Fußball mit Journalist und Kommentator Corni Küpper erklärte die BVB-Ikone (zweimal Meister sowie einmal DFB-Pokalsieger mit den Schwarz-Gelben) über Musiala: „Der ist überragend.“ Zumal Bayerns Shootingstar dem Spiel der Münchner Offensive auch schon vor dem Ausgleich seinen Stempel aufgedrückt hatte.

Großkreutz, als Ex-Profi einst auch eher ein Vertreter der rustikaleren Gangart, meinte denn auch: „Den kannst du nur wegkloppen – sonst kriegst du den nicht. Der ist einfach brutal und super. Im Eins-gegen Eins kannst du den nicht stoppen.“

Die Proteste der Dortmunder, man hätte Musialas Tor aberkennen müssen, teilte der 36 Jahre alte Weltmeister von Rio indes nicht: „Aufstehen, weitermachen“, kommentierte Großkreutz die Situation um Süle lapidar.