Wie findet man den nächsten Thomas Müller? Der FC Bayern setzt bei der Suche nach zukünftigen Vereinslegenden auch auf Künstliche Intelligenz. Die KI könne helfen, junge Spieler zu bewerten, erklärte Bayerns Chief Information Officer, Michael Fichtner. Auch wenn man bei ihrem Einsatz noch ganz am Anfang stehe.

Mithilfe des technischen Fortschritts sei es möglich, herauszufinden, ob ein Talent das Zeug habe, „der nächste Thomas Müller“ zu werden, sagte Fichtner auf dem „Auto, Motor und Sport“-Kongress. Besonders im Bereich des Scoutings sehe er großes Potenzial, führte der Bayern-CIO weiter aus.

Muss der FC Bayern Taylor Swift fürchten?

Ähnlich sieht es auch Jan Wendt, Mitgründer der KI-Plattform „Plaier“. Dieser hatte im STAHLWERK Doppelpass bei SPORT1 jüngst mit Aussagen zu Jamal Musiala für viel Aufsehen gesorgt. Er geht davon aus, dass KI-Modelle den Vereinen gerade bei der Spieler-Akquise deutlich weiterhelfen können.

Fichtner befasst sich derweil beim FC Bayern nicht nur mit Scouting-Fragen. Er ist für die IT des Rekordmeisters, aber auch andere Fragen der Zukunft zuständig. So zum Beispiel das Konsumentenverhalten der Fußballinteressierten.

Und gerade hier schlug er Alarm – und zog dabei unter anderem den Vergleich mit einem US-Popstar: „Unsere Sorge ist, dass wir die Relevanz verlieren und unsere Fans ihre Zeit lieber für American Football oder Taylor Swift verwenden.“ Auch hier setze man auf KI, um in den Augen der Fans weiterhin von Bedeutung zu bleiben.

Die Sängerin Swift spielt gerade im US-Sport eine große Rolle, seit ihre Beziehung mit dem Football-Star Travis Kelce publik wurde. Zuletzt gab es Gerüchte um eine Trennung.