Die besten Free Agents haben längst einen lukrativen Vertrag sicher, ob bei einem neuen oder – wie im Falle des viermaligen MVP LeBron James – bei ihrem alten Klub.

Doch auf dem fast leergefegten Markt sind noch einige Spieler dabei, die einen großen Namen und/oder große Qualitäten haben.

SPORT1 stellt die Top 10 vor.

Gleich zwei Teamkollegen von James sind noch auf dem Wühltisch: Tristan Thompson lehnt 2014 ein Angebot der Cavs über vier Jahre und 52 Millionen Dollar zur Verwunderung vieler ab. Doch der Big Man hat alles richtig gemacht, nach starken Playoffs winkt – voraussichtlich in Cleveland – ein Vertrag im Bereich des Maximalgehalts.
Auch bei J.R. Smith stehen die Zeichen auf Verbleib in Cleveland. Der wurffreudige 29-Jährige ist zwar nicht unbedingt für seine Spielintelligenz bekannt, sorgte in den Playoffs mehrmals für Kopfschütteln. An guten Tagen kann er aber mit seinen Dreiern ein Spiel fast alleine entscheiden.

Athletischer Allrounder oder unreifer Charakterkopf mit wenig Basketball-IQ? An Josh Smith scheiden sich die Geister. Nach seinem Abgang legten die Detroit Pistons im letzten Jahr eine Siegesserie hin, allerdings wären die Houston Rockets ohne seine starken Leistungen nicht ins Finale der Western Conference eingezogen. Smith, Slam-Dunk-Champion von 2005, ist der talentierteste der noch vorhandenen Free Agents und würde vielen Teams helfen. Die Los Angeles Clippers haben offenbar schon ihre Fühler ausgestreckt.

Was den beiden Smiths an Spielintelligenz fehlt, besitzt Andre Miller zur Genüge. So hält sich der 39-Jährige weiterhin in der Liga. Auch ohne Atheltik und Wurf kann Miller mit seiner Erfahrung Impulse von der Bank liefern. In 30 Spielen für die Sacramento Kings bringt er es zuletzt auf durchschnittlich 5,7 Punkte und 4,7 Assists.

Wo landet der „Jet“? Bei den Houston Rockets zeigt Jason Terry als Ersatz für den verletzten Patrick Beverley zuletzt, dass er durchaus noch in der Lage ist, wichtige Minuten für ein Playoff-Team zu spielen (durchschnittlich 9,2 Punkte, 2,8 Vorlagen pro Spiel in der K.o.-Runde) . Der 37-Jährige könnte einen Titelkandidaten verstärken, eine Rückkehr zu den Mavericks ist trotz Gerüchten nicht unbedingt realistisch.

Was haben DeAndre Jordan und Carlos Boozer gemeinsam? Beide sagten einem Team in der Free Agency zu und entschieden sich noch um. Bei Boozer ist dieser Entschluss allerdings schon elf Jahre her. Jetzt will der 33-Jährige überhaupt ein Team finden. Der Olympiasieger von 2008 und zweimalige All-Star steuert auch im Herbst seiner Karriere beachtliche Werte bei – in der vorigen Saison durchschnittlich 11,8 Punkte und 6,8 Rebounds für die L.A. Lakers.

Kevin Seraphin war der erste Name, der mit den Dallas Mavericks nach der gescheiterten Verpflichtung von DeAndre Jordan in Verbindung gebracht wurde. Nach dem Trade für Zaza Pachulia und dem Interesse an JaVale McGee ist ein Wechsel des Big Man zu den Mavs aber wohl eher unrealistisch. Der Vize-Europameister von 2011 aus Frankreich wird aber nicht ohne Team bleiben.

Ein ehemaliger Nummer-1-Draftpick, aber auch ein Dauerpatient: Center Greg Oden, der nach sieben Jahren auf 105 NBA-Spiele kommt, ist ein Risikotransfer, den selbst die Mavericks nach einem Probetraining scheuten. Der 27-Jährige soll aber so gut wie lange nicht in Form sein, meint sein früherer College-Coach Thad Matta.

Ein weiterer großer Mann ist Darrell Arthur. Der NCAA-Champion von 2008 ist ein fähiger Backup, der aber häufig mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hat. Arthur erzielte letztes Jahr für die Denver Nuggets knapp sieben Punkte und drei Rebounds im Schnitt.

In der Saison 2010/2011 legte Dorell Wright für die Golden State Warriors etwa 16 Punkte, fünf Rebounds und drei Assists im Schnitt auf. Seitdem geht es bergab, zuletzt sind es nicht mal mehr fünf Pünktchen. Mit 29 Jahren ist er kann er bei einer entsprechenden Gelegenheit.