Während in Deutschland selbst der FC Bayern aufgrund der Corona-Pandemie kleinere Transfer-Brötchen backen muss, wirft PSG weiter munter mit Geld um sich.
In diesem Sommer wurde unter anderem Achraf Hakimi für 60 Millionen Euro verpflichtet. Dazu kamen ablösefreie, aber teure Stars wie Sergio Ramos oder Gianluigi Donnarumma.
Und jetzt auch noch Messi, der zwar auch keine Ablöse kostet, aber alleine 35 Millionen Euro Netto an Gehalt verschlingen soll. (Bericht: Kuriose Klauseln in Messi-Vertrag enthüllt?)
Nicht wenige Beobachter fragen sich, wie ist das bitte mit dem Financial Fairplay der UEFA vereinbar?
PSG-Boss: Financial Fairplay bei Messi eingehalten
PSG-Boss Nasser Al-Khelaifi macht sich darüber allerdings keine Sorgen.
“Wir sind immer darum bemüht, das Financial Fair Play einzuhalten. Vor dem Messi-Transfer haben wir unsere Zahlen geprüft und abgewogen, ob es möglich ist, diesen Deal zu machen. Und es war möglich. Wir machen nichts, ohne es zu prüfen”, sagte Al-Khelaifi bei Messis offizieller Vorstellung am Mittwochmittag.
Messi sei “ein Riesengewinn. Wir verdienen Geld durch Trikotverkäufe, Social Media und Werbung. Wir achten immer auf das Financial Fairplay.”
Der Mega-Deal des Sommers ist offiziell: Lionel Messi geht zu Paris Saint-Germain. Mit einem Drohnen-Video vermeldet PSG den Deal als perfekt.
Das steckt hinter dem Financial Fairplay
Zum Hintergrund: Das Financial Fairplay (FFP) ist ein Regelwerk der UEFA, das unter anderem festlegt, welche infrastrukturellen, rechtlichen und finanziellen Kriterien die Klubs erfüllen müssen, um für europäische Wettbewerbe teilnahmeberechtigt zu sein.
Darin heißt es unter anderem, dass Klubs nur so viel Geld ausgeben dürfen, wie sie auch einnehmen. Hierbei wird immer der Zeitraum der vergangenen drei Jahre betrachtet.
Sollte es zu einer Differenz kommen und die Ausgaben übersteigen die Einnahmen, dann dürfen diese höchstens 30 Millionen Euro durch einen privaten Geldgeber oder Investoren ausgeglichen werden.
Ex-Bayern-Boss Rummenigge fordert Reform
Der ehemalige Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hat angesichts der wiederholten PSG-Transferoffensive nun bereits eine Reform des Financial Fairplay gefordert.
“Wir haben nun Financial Fairplay 2.0. Aber ich betone: Wir brauchen die Version 3.0, welche einen konkreten Strafenkatalog beinhaltet. Manchester City bekam 2020 vor dem CAS einen Freispruch allererster Güte. Für die Statuten war das der Worst Case. Man muss nicht wild um sich schießen, aber ein paar kleine Details verändern”, sagte der 65-Jährige der Sport Bild.
“Man kann mit einem Prozentsatz arbeiten: Beispielsweise, dass nur 50 Prozent vom Umsatz in Gehälter investiert werden darf. Diese Regelung könnte sich individuell an den Vereinen orientieren, die Größenordnung wäre von Klub zu Klub variabel. Es muss hier klare Bestimmungen für alle geben, die nicht mehr durch irgendwelche Tricks oder Hintertürchen umgangen werden können”.