Die Dallas Mavericks lieferten ihren Fans einen 111:110-Krimi im heimischen American Airlines Center – und es war mal wieder ein Abend von Luka Doncic.

Der Slowene steuerte 35 Punkte, acht Rebounds und sieben Assists zum Heimsieg bei und wandelt damit mit seinem achten Spiel in Folge mit mehr als 30 Punkten weiter auf den Spuren von NBA-Legende Wilt Chamberlain. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur NBA)

Nach dem Spiel sorgte aber vor allem Spencer Dinwiddie für Aufsehen.

Der Point Guard, der 21 Punkte und sieben Assists zum knappen Heimsieg beisteuerte, beklagte nach dem Match, von Schiedsrichter Tony Brothers beleidigt worden zu sein.

Laut dessen Aussage soll der Unparteiische den 29-Jährigen als „bit** ass motherf***“ bezeichnet haben. Auf diese Beleidigung aufmerksam gemacht wurde er von einem Teamkollegen.

Führte ein Missverständnis zu dem Vorfall?

Im zweiten Viertel mit noch 47,8 Sekunden auf der Uhr protestierte Dinwiddie gegen eine Foul-Entscheidung. Infolgedessen habe der Schiedsrichter Dinwiddie gegenüber dessen Teamkollegen mit der genannten Beleidigung belegt.

Allerdings wolle er diesen Vorfall nicht zu hoch hängen. „Ich verstehe, dass es in der Hitze des Gefechts passiert“, erklärte er und fügte hinzu: „Ich habe definitiv Schimpfwörter gesagt.“ Allerdings habe er diese nicht in beleidigender Form geäußert.

Was ihn an dem Vorfall störe, ist viel mehr die Tatsache, dass der Unparteiische die Beleidigung hinter seinem Rücken getätigt hat. „Ich bin nicht einmal sauer über die Aussage. Jeder hat schon mal etwas gesagt, wenn er sich aufgeregt hat oder empfindlich oder verletzt war. Das ist in Ordnung. Sag es mir einfach ins Gesicht!“

Mavs-Star entschuldigt sich nach Schiedsrichter-Beleidigung

Zudem sprach er noch eine Entschuldigung in Richtung Brothers aus, da dieser wohl durch ein Missverständnis zu der Beleidigung veranlasst wurde. Nach dem Gespräch mit dem Unparteiischen hatte Dinwiddie in die Hände geklatscht, um seine Mitspieler anzufeuern.

„Er dachte, es sei respektlos. Wenn man sich die Spiele anschaut, und ich weiß, dass das die Aufgabe von Schiedsrichtern ist, dann sieht man, dass ich klatsche, um die Aufmerksamkeit meiner Teamkollegen zu bekommen, und solche Sachen, aber es war nichts Persönliches, also möchte ich mich als Mann in erster Linie entschuldigen.“

Auch Jason Kidd hat sich nach dem Spiel zu dem Vorfall geäußert. „Das ist schwierig. Ich muss mit Spencer (Dinwiddie, Anm. d. Red.) sprechen“, sagte der Mavs-Coach. „Wenn man sich Tony (Brothers, Anm. d. Red.) ansieht und was er in dieser Liga geleistet hat, ist er sehr beliebt und einer der besten, die wir haben. Wir werden sehen, was hier passiert ist, und mit Spencer reden und herausfinden, was genau passiert ist. Das ist ein heikles Thema.“

Warriors mit historischer Auswärtspleite

Passieren muss auch etwas bei den Golden State Warriors. Die 105:114-Pleite bei den New Orleans Pelicans war nicht nur die sechste Auswärtsniederlage in Serie, sie hatte zudem historische Ausmaße. Laut ESPN Stats & Informations sind die Warriors damit der erste Titelverteidiger, der mit sechs Auswärtspleiten in die Saison gestartet ist. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der NBA)

Stephen Curry bringt seinen bereits zehnten Schuh auf den Markt, damit steigt der Warriors-Superstar in einen elitären Kreis auf.

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Der Franchise selbst ist das zuletzt in der Spielzeit 1997/98 passiert. Daher will Steve Kerr nun reagieren und Änderungen vornehmen. „Wir werden unsere Rotation ein wenig ändern. Und ich habe eine Idee, was ich tun will“, sagte der Warriors-Coach. „Die Mannschaft wird in den nächsten Tagen darüber sprechen und es umsetzen.“ (DATEN: Alle Tabellen der NBA)

Mit dabei sein dürfte dann auch wieder Steph Curry. Der Superstar verpasste das Match in New Orleans wegen einer Ellenbogenverletzung.

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