Jetzt gibt es die Bestätigung von höchster Stelle: Der Fußball-Weltverband FIFA will den umstrittenen Vorrundenmodus für die WM 2026 überdenken.
„Ich denke, wir müssen das Gruppensystem neu diskutieren“, sagte Präsident Gianni Infantino auf einer Pressekonferenz am Freitag. Es soll um die Frage gehen, „ob wir bei der nächsten WM mit 16 Gruppen à drei Teams spielen oder mit zwölf Gruppen à vier Teams.“ (Die gesamte PK mit Infantino zum Nachlesen)
Der ursprüngliche Plan für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko sieht vor, dass die die nächste Weltmeisterschaft – wegen der Aufstockung auf 48 Teilnehmer – mit Dreiergruppen beginnen soll.
Diese Überlegung stieß zuletzt auf Kritik. Denn: Was die Entscheidungsträger damals nicht erkannt hatten oder erkennen wollten, war die Tatsache, dass bei diesem Modus in den letzten Gruppenspielen Absprachen und Verschwörungstheorien Tür und Tor geöffnet wären.
Infantino: Wir werden das Thema auf die Agenda nehmen
Dabei wäre es fast egal, wie die ersten beiden Spiele in den jeweiligen Gruppen ausgehen: In der letzten Partie gäbe es für die beiden beteiligten Teams unzählige Möglichkeiten, sich zulasten des dritten Teams auf ein Ergebnis zu einigen, das beide eine Runde weiterbringt.
Zudem brachte die Vorrunde in Katar viel Spannung mit sich. Und das in den meisten Gruppen bis zum letzten Spieltag. „Die WM in Katar hat gezeigt, wie spannend es war, dass bis zur letzten Minute nicht klar war, wer weiterkommt. Wir werden dieses Thema auf unsere Agenda nehmen und darüber diskutieren“, sagte Infantino.
Übrigens: Neben der Rückkehr sind auch noch andere Modelle denkbar. So könnte es praktisch zwei Turniere mit je 24 Teams geben – deren Sieger dann den Weltmeister unter sich ausmachen.