Mit einem 2:0-Sieg über Marokko ist Frankreich zum zweiten Mal in Folge in ein WM-Finale eingezogen. Damit hat Trainer Didier Deschamps seine Kritiker eindrucksvoll zum Schweigen gebracht, was auch durch die jüngsten Aussagen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron unterstrichen wird.
„Mir geht es jetzt viel besser als vor eineinhalb Stunden. Wir haben manchmal gelitten, aber wir haben eine sehr große Mannschaft gesehen“, sagte Macron nach dem Sieg im Halbfinale, den er neben FIFA-Präsident Gianni Infantino auf der Tribüne verfolgt hatte.
Explizit bedankte sich Macron bei Trainer Deschamps. „Ein riesiges Dankeschön an unseren Trainer, Didier Deschamps, und an diese Mannschaft, die eigentlich eine Mischung aus mehreren Generationen ist – und das ist das Großartige“, freute sich der 44-Jährige.
- Der WM Doppelpass mit Andreas Brehme – am Sonntag ab 11 Uhr LIVE im Free-TV und im Stream auf SPORT1
Präsident spricht sich für Deschamps-Verbleib aus
Im Finale gegen Argentinien (Sonntag ab 16 Uhr im Liveticker bei SPORT1) will Frankreich nun zum dritten Mal den WM-Titel nach 1998 und 2018 holen.
„Deschamps, das sind drei Finals, und er gewinnt sie“, äußerte sich Macron optimistisch. 1998 holte Deschamps noch als Spieler den Titel, ehe er den Triumph 2018 als Trainer an der Seitenlinie feierte.
Wenn es nach Macron geht, soll der Trainer auch künftig noch weitere Erfolge holen. „Wir bringen den Pokal mit nach Hause und natürlich muss Deschamps bleiben! Diese französische Mannschaft macht mich sehr stolz“, erklärte Macron.
„Konkurrent“ Zidane in Brasilien begehrt
Vor der WM war Deschamps in Frankreich nicht völlig unumstritten. Zinédine Zidane galt als sein designierter Nachfolger, der die Nationalmannschaft nach der WM übernehmen sollte. (Zinédine Zidane „bald“ zurück – wird er Frankreichs Nationaltrainer?)
Trotz der Ausfälle zahlreicher Stars treten Les Bleus auch in Katar wieder äußerst souverän auf, wodurch die Aktien von Deschamps nicht nur bei Macron wieder steigen dürften.
Auch deshalb ist Zidane aktuell wohl erst einmal kein Thema für den Posten des französischen Nationaltrainers. Wie Ok Diario berichtete, wird „Zizou“ inzwischen sogar als Nationaltrainer Brasiliens gehandelt. (NEWS: Alles Wichtige zur WM)