Da hat Callan Rydz seinen Darts-Namen wohl etwas zu wörtlich genommen. Beim Players Championship 27 im Metrodome in Barnsley musste sich „The Riot“ (deutsch: Aufstand) mit einer 5:6-Niederlage gegen Maik Kuivenhoven in Runde eins schon wieder aus dem Wettbewerb verabschieden.

Eine Niederlage, die der aktuellen Nummer 29 der PDC Order of Merit anscheinend gehörig an die Nieren ging. Als sein Gegner den entscheidenden Pfeil in der Doppel-20 versenkte, rang sich Rydz zwar zu einem Handschlag durch, schaute dabei jedoch betont weg. Kuivenhoven, aktuell auf der 112 der Order of Merit geführt, reagierte mit einem Grinsen auf die Aktion.

Die Fans nahmen sein Verhalten hingegen mit weniger Humor. Unter dem PDC-Post auf X (ehemals Twitter) schrieb User Ivar: „Im Gegensatz dazu zeigt ein Champion wie Peter Wright Klasse als er letztes Wochenende gegen Pietreczko verloren hat“.

Auch User David Turnbull sprach Rydz anhand dieser Szene jegliche Klasse ab, wohingegen Harry Garside es gar als den „salzigsten Händedruck aller Zeiten“ bezeichnete.

Rydz leistet öffentlich Abbitte

Mit etwas Abstand scheint Rydz, der bereits 5:3 führte und insgesamt drei Matchdarts vergeben hatte, sein Verhalten überdacht zu haben. Ebenfalls auf X bezeichnete er sein Verhalten als „schlimm“ und entschuldigte sich bei seinem Gegner. Es habe ihn in diesem Moment lediglich hart getroffen, „ein Spiel zu verlieren, von dem ich denke, dass ich hätte gewinnen sollen“.

Seinen Post beendete er nochmals mit einer Entschuldigung. „Nochmals sorry, Maik, alles Gute für den Rest des Wettbewerbs.“

Bei der Players Championship 28 am Samstag läuft es besser für den Engländer. Nach Siegen gegen Nick Fullwell (6:5), Lennon Steve (6:3) und Matt Campbell hat er sich bereits bis ins Achtelfinale geworfen.