DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat sich für den Moment deutlich gegen einen Boykott der Fußball-WM 2018 in Russland ausgesprochen.

„Der Boykott von 1980 hat nichts gebracht“, sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes am Dienstag im „Camp Beckenbauer“ mit Blick auf die Olympischen Sommerspiele vor 34 Jahren in Moskau: „Es hat nur den Sportlern geschadet.“

Damals sei „man der Meinung gewesen, dass der Sport Druck auf die Politik ausüben könne“, sagte Niersbach: „Niemand von uns kann das Wort ‚Boykott‘ in den Mund nehmen, und das wird auch von der Politik nicht erwartet.“

Der 63-Jährige mahnte, „man muss auch die Grenzen des Sports anerkennen“. Der Sport werde im Zuge der Ukraine-Krise mit „Problemen konfrontiert, die er alleine nicht lösen kann. Fußball kann die Welt verändern – aber nie alleine“.