Was Ex-Bundestrainer Hansi Flick in die Wege geleitet hatte, wurde von seinem Nachfolger Julian Nagelsmann bestätigt: Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan ist neuer und dauerhafter Kapitän der deutschen Nationalmannschaft und tritt in die Fußstapfen des lange verletzten Keepers Manuel Neuer.

Durchaus verblüfft zeigte sich Bastian Schweinsteiger, der frühere Spielführer des DFB-Teams, über die frühzeitige Ansage des neuen Bundestrainers, der während der USA-Reise den Daumen pro Gündogan gehoben hatte.

Schweinsteiger favorisiert Neuer als DFB-Kapitän

„Ich war überrascht, dass man sich gleich festlegt“, sagte der ARD-Experte vor dem 2:2-Remis des DFB-Teams gegen Mexiko in Philadelphia. „Ich bin schon der Meinung, dass wenn ein Spieler wie Manuel Neuer zum Kreis der Nationalmannschaft gehört, dass er der Kapitän ist. Weil er auch mit seiner Aura etwas bei seinem Gegner versprüht.“

Gündogan sei eine gute Wahl, trotzdem hätte sich der Weltmeister von 2014 mit der Entscheidung mehr Zeit gelassen.

„Ilkay macht seine Sache ganz gut, darüber muss man gar nicht reden, er hat Erfahrung gesammelt, aber ich hätte das letztendlich etwas offengelassen und später entschieden“, betonte Schweinsteiger.

Neuer oder ter Stegen – wer steht bei Heim-EM im Tor?

Neuer steht nach zehnmonatiger Verletzungspause vor seinem Comeback beim FC Bayern und könnte womöglich bereits im November bei den Länderspielen gegen die Türkei und in Österreich in den Kreis der deutschen Nationalmannschaft zurückkehren.

Mit Marc-André ter Stegen wird er dann um die Nummer eins bei der Heim-EM 2024 kämpfen.