Doppel-Olympiasieger Michael Jung hat der deutschen Vielseitigkeits-Equipe bei der Reit-WM in der Normandie einen gelungenen Start im Gelände beschert. Der 32-Jährige aus Horb im Nordschwarzwald benötigte im Sattel der neun Jahre alten Stute Rocana 10:59 Minuten für die anspruchsvolle Strecke über knapp sechs Kilometer.

„Die Stute ist super gelaufen. Sie merkt genau, wann ich ihr Signale gebe. Auch am Ende, als es brenzlig wurde, hat sie gekämpft“, sagte Jung. Zu den schwierigen Bedingungen mit dem tiefen Boden sagte der Welt- und Europameister. „Die Pferde können hier nicht verschnaufen.“

Jung blieb zwar auch nicht im vorgegebenen Zeitlimit (10:32), war aber am Waldrand von Haras du Pin zunächst schnellster Reiter. „Mehr war auch bei mir nicht drin“, erklärte der Reiter. Wegen des tiefen Bodens wurde die Strecke kurzfristig um rund 500 Meter verkürzt, zwei Hindernisse wurden gestrichen.

Am Sitz des französischen Nationalgestüts hatten sich zu Beginn einige spektakuläre Stürze ereignet. Dazu zählte auch das Aus des zweimaligen Olympiasiegers Mark Todd (Neuseeland) mit Leonidas. Neuseeland hatte nach der Dressur in der Gesamtwertung mit 125,5 Punkten hinter Deutschland (116,9) und vor den USA 138,8) auf Platz zwei gelegen.

Nach Jung gingen für Titel-Favorit Deutschland noch Ingrid Klimke (Münster) mit Escada, Dirk Schrade (Sprockhövel) mit Hop and Skip sowie die in der Einzelwertung führende Sandra Auffarth mit Opgun Louvo ins Rennen. Am Sonntag wird die Vielseitigkeit mit dem Springen entschieden.