Dieser umjubelte Auftritt weckte viele nostalgische Gefühle!
Bei der 200. Ausgabe der TV-Show Dynamite zog WWE-Konkurrent AEW einige Überraschungen aus dem Ärmel gezogen – unter anderem das Debüt einer Legende. (NEWS: Alle Neuigkeiten zum Thema AEW)
Kampfsport-Ass Rob Van Dam, einst Topstar der revolutionären Kultliga ECW und später auch bei WWE Champion, großer Publikumsliebling und Hall of Famer schlug bei Dynamite ein.
Er greift dort nun nach einem Titel, den einst ein ebenfalls bei AEW aktiver Weggefährte berühmt machte – und den nun ein Jungstar hält, der das Vermächtnis von Van Dams alter Liga ECW beschmutzt.
Rob Van Dam fordert Jack Perry heraus
Van Dam forderte bei Dynamite den früheren „Jungle Boy“ Jack Perry um den inoffiziellen FTW (“Fuck the World“) Title heraus: Den hatte einst Legendenkollege Taz bei ECW und später bei AEW eingeführt.
Zuletzt nahm ihn Perry Taz‘ jungem Sohn Hook ab und erklärte kurz darauf, dass er sämtlichen der überschätzten Wrestler überlegen sei, die je um diesen „wertlosen“ Gürtel gekämpft hätten.
Dies hatte schon in der vergangenen Woche Van Dams und Taz‘ alten ECW-Kollegen Jerry Lynn auf den Plan gerufen, der heute bei AEW hinter den Kulissen arbeitet. Für diese Woche wurde eine Konfrontation zwischen Perry und Lynn angekündigt, die nun jedoch damit endete, dass Lynn RVD als den Mann vorstellte, der Großmaul Perry eine Lektion erteilen wolle.
Großes Vermächtnis bei ECW und WWE
Der Auftritt Van Dams – zu seinem alten ECW-Theme „Walk“ von Pantera – veranlasste Perry zum Rückzug. Als Perry RVD dann in eine Falle locken und hinterrücks attackieren wollte, antwortete RVD mit einem Spin Kick, der Perry knapp verfehlte. Der Sohn des verstorbenen Schauspielers Luke Perry flüchtete ins Publikum und zog ein kleines Mädchen als Schutzschild vor sich.
In einem Backstage-Interview erklärte RVD dann, dass er Perry bei der kommenden Dynamite-Ausgabe herausfordern wolle.
Es war der erste AEW-Auftritt Van Dams, der bei WWE einst John Cena als Champion entthronte, sechsmal Intercontinental- und dreimal Tag-Team-Champion war (mit Kane, Rey Mysterio und Booker T als Partner).
Noch wegweisender war allerdings Van Dams Zeit bei ECW, wo das heutige WWE-Mastermind Paul Heyman ihn zu einem populären Kultstar und Aushängeschild formte, der die Fans mit seinem Spektakel-Stil verblüffte. Unter ihnen war AEW-Boss Tony Khan, der als Teenager öfters bei ECW im Publikum saß – und jüngst schon Van Dams Weggefährten Sabu für einen Gastauftritt bei AEW engagiert hatte.
Auch bei RVD scheint es sich um ein Intermezzo zu handeln, von einem festen Vertrag ist nicht die Rede. Van Dam ist mittlerweile 52, aber seit seinem WWE-Abgang 2014 weiter ununterbrochen in kleineren Ligen wie Impact und der Independent-Szene aktiv.
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MJF vs. Adam Cole für All In in Wembley fix
Für die historische Megashow All In im Londoner Wembley-Stadion am 27. August steht nun das erste Match: World Champion MJF gewährte seinem Partner Adam Cole wie versprochen ein weiteres Titelmatch.
Die beiden werden trotz des verlorenen Tag-Team-Titelmatches am vergangenen Samstag bei Collision weiter als Freunde präsentiert, Erzbösewicht MJF gibt sich nun als Geläuterter, der sich nicht nur Cole, sondern auch den Fans öffnen wolle.
„Ich bin weiter ein Sackgesicht (“scumbag“), aber ich bin jetzt bereit, euer Sackgesicht zu sein“, war der Schlüsselsatz von MJF, der erklärte, dass ihn die Freundschaft mit MJF dazu gebracht hätte, sich der persönlichen Unsicherheit zu stellen, die ihn dazu gebracht hätte, die er bislang durch seine Bösartigkeit überdeckt hätte.
Cole zeigte sich erfreut, ihm sei es lange genauso gegangen, bis er persönlich gereift sei. Das sei nun wohl auch bei MJF der Fall. Die beiden zelebrierten die Ankündigung gemeinsam – ob dem Frieden wirklich zu trauen ist oder einer der beiden falsch spielt, wird weiter die spannende Frage sein.
AEW Dynamite – die weiteren News und Highlights:
Zwei weitere Überraschungen gab es im Ring: Im Hauptkampf der Show verlor Damenchampion Toni Storm den Titel an die Japanerin Hikarus Shida, die sich damit zum zweiten Mal als Frauenchamp von AEW krönte.
Einen unerwarteten Ausgang nahm auch ein Dreikampf dreier Stars, die seit Jahr 1 bei AEW an Bord sind: Trent von den Best Friends übertölpelte den früheren World Champion Jon Moxley und den Mexikaner Penta El Zero Miedo, als er Moxley in die von ihm selbst ins Spiel gebrachten Reißzwecken schubste und den von Moxley ausgeknockten Penta pinnte.
Die Fehde der Best Friends und Moxleys Blackpool Combat Club scheint auf ein Titelduell Moxleys gegen International Champion Orange Cassidy hinauszulaufen, den Anführer der Best Friends.
Die soeben langfristig an AEW gebundene Gruppierung The Elite (Kenny Omega und The Young Bucks mit Hangman Page) bekam bei der 200. Dynamite-Show auch ihren Moment: Sie besiegte Legende Jeff Jarrett und dessen Partner Jay Lethal und Satnam Singh.
Spannungsreich bleibt derweil weiter das Geschehen um Chris Jericho und den ihn umwerbenden Manager Don Callis: Das von Callis eingefädelte Match zwischen Jericho und Konosuke Takeshita gegen Jerichos eigene Partner Daniel Garcia und Sammy Guevara endete damit, dass Callis Jericho zu einem unfairen Sieg verhalf.
Jericho wirkte nicht glücklich damit, ließ es aber dennoch zu – und verkündete für kommende Woche einen Krisengipfel seiner „Jericho Appreciation Society“.
Die Ergebnisse von AEW Dynamite am 2. August 2023:
Chris Jericho & Konosuke Takeshita besiegen Daniel Garcia & Sammy Guevara
Anything Goes Match: Trent besiegt Jon Moxley, Penta El Zero Miedo
The Elite besiegen Jeff Jarrett, Jay Lethal & Satnam Singh
ROH World Tag Team Title Match: Aussie Open besiegen El Hijo del Vikingo & Komander
AEW World Women‘s Title Match: Hikaru Shida besiegt Toni Storm (c) – TITELWECHSEL!