Femke Bols WM startete mit einem Sturz – und endete mit einem Spektakel: Die Starsprinterin hat die 4×400-m-Staffel der Niederlande mit einem fulminanten Finish zum WM-Titel geführt.

Bei der letzten Entscheidung im Rahmen der Titelkämpfe in Budapest spurtete die 23-Jährige kurz vor dem Ziel noch an Großbritannien (3:21,04) und Jamaika (3:20,88) vorbei und sicherte dem Oranje-Quartett in 3:20,72 Minuten die Goldmedaille.

Bol feierte damit ihren zweiten WM-Titel in Ungarn, zuvor hatte sie bereits über 400 m Hürden triumphiert. Auch mit der Mixed-Staffel über 4×400 m hatte die Schlussläuferin am ersten Wettkampftag auf Goldkurs gelegen, war jedoch kurz vor dem Ziel gestürzt.

„Eine ikonische WM“: Bol wird gefeiert

Als Bol auf den letzten Metern die Goldmedaille sicherte, gab es unter den zahlreich angereisten niederländischen Zuschauern kein Halten mehr. Selbst in der Mixed Zone war bei den Journalisten aus dem Nachbarland der Aufschrei gewaltig.

„Unglaublich, was für eine Ironie des Schicksals“, sagte Rypke Bakker, der für die Website nu.nl von der WM berichtet, bei SPORT1. „Das war wirklich eine ikonische WM für uns.“

„Aus den Tiefen der Hölle“, schrieb World Athletic bei X und sprach von einem „unglaublichen Comeback“. Die BBC twitterte: „Das. ist. unglaublich! Keine Worte für dieses Finish!“ Auch Eurosport Nederland feierte den „unglaublichen Endspurt“.

Der Titel über die 4×400 m der Männer ging an die USA, die mit insgesamt 12-mal Gold, 8-mal Silber und 9-mal Bronze souverän den Medaillenspiegel gewannen.

Beide deutsche Staffeln konnten sich nicht für die Finals qualifizieren.

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Mit Sport-Informations-Dienst

Johannes Fischer wuchs in Mailand vor den Toren von San Siro auf und bekam dort in den 80er-Jahren die gesammelte Weltelite des Fußballs zu sehen. Studierte nach dem Abitur an der Sporthochschule in Köln...