Allein der Blick auf die Zahlen tut ziemlich weh!
LeBron James lässt es einfach sein. „Ich schaue mir keine Tabellen oder Bilanzen an“, sagte der Superstar von den Los Angeles Lakers nach dem nächsten Debakel, der Rekordchampion taumelt bedenklich durch die Basketball-Profiliga NBA, es droht sogar das Aus im Play-off-Rennen.
Nächster Tiefpunkt einer ganz und gar enttäuschenden Saison war die 111:132-Blamage gegen die L.A. Clippers. Die Lakers haben damit 2021/22 alle vier Duelle gegen den Lokalrivalen verloren, erstmals seit sechs Jahren gab es den sogenannten Sweep – die Höchststrafe. Die zuletzt immer lauteren Buhrufe ihrer Fans haben sich die Lakers verdient. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der NBA)
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„Clippers demolieren Lakers“, titelte die Los Angeles Daily News. Der stolze Klub, 2020 noch Meister, sucht in der Krise verzweifelt nach Lösungen, bisher erfolglos. 20 Spiele stehen noch aus, der Neunte im Westen hat 27 Siege und 35 Niederlagen auf dem Konto. Mehr als der Einzug ins Play-in-Turnier (Plätze 7-10) ist eh nicht mehr drin.
Lakers: LeBron James und Russell Westbrook mit Durchhalteparolen
„Wir brauchen Siege“, sagte James. Das ist richtig. Viele wird es kaum geben, wenn das Team weiter so auftritt wie etwa Anfang der zweiten Hälfte, als es einen 23:0-Run des Gegners gab. Während der aktuellen Niederlagenserie habe die Lakers zuletzt immer das zweite Viertel „gekillt“, sagte James: „Heute war es das dritte.“
Es gibt beim Klub Baustellen ohne Ende. Trainer Frank Vogel stand in dieser Spielzeit laut Medienberichten schon mehrmals vor dem Rauswurf, James sorgte mit öffentlichen Gedankenspielen über eine mögliche Rückkehr zu seinem Heimatklub Cleveland Cavaliers für Unruhe, und Anthony Davis fehlt (mal wieder) verletzt. Neuzugang Russell Westbrook ist noch immer nicht in seiner Heimatstadt L.A. angekommen.
Superstar LeBron James hat NBA-Legende Kareem Abdul-Jabbar überholt und ist „inoffizieller“ Punktekönig.
„Ich bin kein Typ, der aufgibt“, sagte Westbrook: „Das ist nicht in meinen Genen.“ Es ist aber möglich, dass der Point Guard bald seinen Platz in der Startformation verliert. „Wir haben über alles geredet“, sagte Vogel auf dieses Thema angesprochen.
Charles Barkley zieht ordentlich vom Leder
Die Kalifornier haben vier Spiele in Folge verloren, elf der letzten 14, gegen die Clippers war es die siebte Pleite in Serie. NBA-Legende Charles Barkley lederte als TV-Experte gegen die Profis, sie seien „Damn Losers“ (verdammte Verlierer). Er will den Namen Lakers erst wieder in den Mund nehmen, wenn sie ein Play-off-Spiel gewinnen. Bis dahin seien sie „eine Mannschaft aus Südkalifornien“. (DATEN: Alle Tabellen der NBA)
Während die Lakers straucheln, nehmen die Clippers um den deutschen Nationalspieler Isaiah Hartenstein (12 Punkte) den entgegengesetzten Weg. Nach dem Derbysieg, es war der fünfte Erfolg in Serie, liegt die Franchise auf Rang acht (34:31) und darf nach oben schauen.
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„Sie sind ein besseres Team“, analysierte James nach der Pleite knapp. Eine ernüchternde Aussage, vor allem für die leidgeprüften Fans.
Und die nächste Abreibung könnte schnell kommen. Am Samstag geht es gegen Steph Curry und die starken Golden State Warriors.
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