Bundestrainer Gordon Herbert erwartet ein Jahr nach dem Gewinn der EM-Bronzemedaille von den deutschen Basketballern bei der Weltmeisterschaft den nächsten Schritt.

„Wir werden ein viel besseres Team sein als im letzten Sommer. Wir sind gewachsen“, sagte der Kanadier beim Medientraining in Bonn. „Wir haben tolle Jungs. Sie sind fantastisch, und noch bessere Menschen.“

Derzeit stehen 18 Spieler im Aufgebot, Herbert will aber nach dem ersten Testspiel gegen Schweden am Samstag (19.00 Uhr) reduzieren.

„Wir wollen so schnell wie möglich zwölf Spieler auswählen und ein Team formen“, sagte der 64-Jährige, „wir gehen mit zwölf oder 14 Spielern nach Berlin. Das ist die Idee. Verletzungen könnten daran etwas ändern.“ Ein prominenter Akteur, der schon jetzt fehlt: NBA-Star Maxi Kleber, der nach den jüngsten Irritation um die öffentliche Kritik Dennis Schröders an ihm nicht zur Verfügung steht.

Basketball-WM: So läuft die deutsche Vorbereitung

Am Sonntag reist der Tross des Deutschen Basketball Bundes (DBB) in die Hauptstadt, dort geht es am Mittwoch gegen Kanada (19.30). Vielleicht steht schon vorher fest, welche Spieler es zur Endrunde in Japan, Indonesien und auf den Philippinen (25. August bis 10. September) schaffen.

„Wir haben uns manchmal zu lange Zeit gelassen, das Team auszuwählen, statt ein Team zu formen“, sagte Herbert, diesmal will er es anders machen. Und auch auf dem Feld soll es neue Ansätze geben. „Im letzten Sommer war unser Spiel etwas vorhersehbar“, sagte der Bundestrainer.

Besonders in der Abwehr will Herbert eine Steigerung sehen. „Wir müssen defensiv etwas besser werden. Unsere Defense muss so gut sein, dass wir ein Basketballspiel gewinnen können, wenn es in der Offense nicht gut läuft.“

Der aktuelle 18er-Kader des DBB vor der WM:

David Krämer, Dennis Schröder, Isaac Bonga, Oscar da Silva, Niels Giffey, Justus Hollatz, Maximilian Kleber, Leon Kratzer, Maodo Lo, Andreas Obst, Christian Sengfelder, Daniel Theis, Johannes Thiemann, Johannes Voigtmann, Franz Wagner, Moritz Wagner, Nick Weiler-Babb, Jonas Wohlfarth-Bottermann.