Bundesinnenminister Horst Seehofer hat die Zuschauerpolitik bei der Fußball-EM deutlich kritisiert. (Alles Wichtige zur EM 2021)
Die Pläne, für das Achtelfinal-Duell zwischen England und Deutschland 45.000 Fans im Londoner Wembley-Stadion zuzulassen, hält der CSU-Politiker für „unverantwortlich“. (EM-Achtelfinale: England – Deutschland 18 Uhr im LIVETICKER)
Stattdessen forderte Seehofer, der sich in der Süddeutschen Zeitung äußerte, angesichts steigender Coronazahlen in Großbritannien, die Zuschauerzahlen „deutlich nach unten zu korrigieren“.
Zuschauer-Massen bei EM trotz Corona
Auch Baden Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) reagierte „fassungslos“ auf die Pläne der britischen Behörden. (Ergebnisse und Spielplan der EM)
Die Bilder jubelnder und eng umschlungener Fans bei einem paneuropäischen Turnier seien „absolut das falsche Signal“ während einer Corona-Pandemie, sagte Kretschmann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Der Plan, jetzt noch mehr Leute in die Stadien zu lassen, wie in Wembley, ist unverfroren.“
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Zum EM-Halbfinale sogar 60.000 Zuschauer
Für das Achtelfinale zwischen Deutschland und England sind im Vergleich zur Vorrunde doppelt so viele Zuschauer im Wembley zugelassen, die Halbfinalpartien und das Endspiel sollen an gleicher Stelle sogar für 60.000 Fans geöffnet werden. Dies geschieht im Zuge einer Ausweitung von Pilotprojekten durch die britischen Behörden. (SERVICE: Spielorte und Stadien der EM 2021)
In Großbritannien steigt die Zahl der Neuinfektionen nach einem monatelangen Sinken inzwischen wieder an, zuletzt wurden täglich mehr als 22.000 neue Ansteckungen registriert.
Ein großer Teil der Corona-Infektionen gehen dabei auf die Delta-Variante zurück.
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„Dieser Leichtsinn macht mich fassungslos“, sagte Kretschmann: “Bei den Spielen in Ungarn oder Dänemark gab es knallvolle Stadien, ohne Abstand, ohne Maske. Das ist verantwortungslos. Jedes dieser Spiele kann damit zum Superspreader-Event werden.“
Die Europäische Fußball-Union (UEFA) müsste aus Sicht des 73-Jährigen „dafür sorgen, dass die Regeln eingehalten werden“. Die EM-Spiele in London könnten demnach „nur mit harter Einhaltung der Regeln und der Abstände“ stattfinden.
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