Zoff bei den Miami Heat!
Am Rande der 104:118 Niederlage gegen die Golden State Warriors, kam es zwischen den Teammitgliedern Jimmy Butler und Udonis Haslem sowie Coach Erik Spoelstra zu einer Auseinandersetzung, bei der die beiden Streithähne voneinander getrennt werden mussten. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der NBA)
Zu Beginn des dritten Viertels starteten die Warriors, die weiterhin auf Superstar Steph Curry verzichten müssen, einen 19:0-Lauf.
Während einer Auszeit von Heat-Coach Spoelstra kam es dann zum Eklat: Butler, Haslem und Spoelstra lieferten sich ein lautstarkes Wortgefecht an der Seitenlinie, Mitspieler mussten herbeieilen, um gar Schlimmeres zu verhindern. Spoelstra knallte sogar frustriert ein Klemmbrett auf den Boden. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur NBA)
Offenbar gab es nach dieser Niederlage einiges aufzuarbeiten. Nach dem Spiel brauchte Miami etwa 35 Minuten, um aus der Umkleidekabine zu kommen und Interviews zu geben, also etwa dreimal so lange wie sonst.
Das Feuer kann im Saisonendspurt hilfreich sein
Heat-Guard Kyle Lowry relativierte anschließend das Geschehen und führte die Auseinandersetzung auf leidenschaftliche Spieler zurück, die aufgrund der drohenden Niederlage frustriert waren.
„Unsere Jungs wollen einfach Basketballspiele gewinnen und wir haben Jungs, die extrem hart arbeiten“, sagte Lowry. „Die Leidenschaft kommt heraus. Manchmal kommen das Feuer und die Emotionen zum Vorschein. Aber wie ich schon sagte, für uns hat das nichts zu bedeuten. Wir haben uns unterhalten und ein Gespräch geführt, auf dem wir aufbauen können.“
Auch Coach Spoelstra glaubt nicht, dass die Konfrontation das Team in Zukunft negativ beeinflussen wird. „Wir haben größere Dinge zu erreichen“, wischte Spoelstra die Geschehnisse beiseite. „Aber wir wollen besser spielen. Und zwar in allen Bereichen. Es beginnt mit unserer Führung, unsere erfahrenen Spieler müssen führen und dann müssen wir einfach besser spielen. Wir müssen konstanter spielen, und das ist wirklich alles, worüber wir gesprochen haben. Ich weiß, wie es nach außen hin aussehen könnte, aber wie ich schon sagte, ist das eher unsere Sprache als ein Spiel ohne Leidenschaft oder ohne Härte.“
Die Luft an der Spitze wird langsam dünn
Außerdem könne man solche Momente der Saison nutzen, um sich als Team auf ein höheres Level zu katapultieren. „Man kann sich über Frustration und Enttäuschung hinweg zusammenraufen. Teams können aber auch den umgekehrten Weg gehen. Das sehe ich bei unserer Gruppe nicht. Ich sehe das auch nicht bei unserer Umkleidekabine. Aber wir haben einen Tritt in den Hintern gebraucht“, fügte der 51-Jährige hinzu.
Golden State konnte hingegen nach zuletzt drei verlorenen Spielen einen Sieg einfahren und festigte somit den dritten Platz in der Western Conference.
Die Heat grüßen derweil trotz der Niederlage immer noch von der Tabellenspitze der Eastern Conference. Die Luft wird jedoch immer dünner, die Bucks und die Celtics befinden sich dahinter in Lauerstellung und sind nur eineinhalb Siege entfernt. (DATEN: Alle Tabellen der NBA)
Die Gemüter können sich jetzt erst einmal einen Tag beruhigen, bevor Miami am Freitag gegen die New York Knicks wieder in Aktion tritt.