Am Montag bekam die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel das Bundesverdienstkreuz, den höchsten Orden für persönliche Leistungen, der in Deutschland verliehen wird.

Bei der Zeremonie im Schloss Bellevue, bei der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Merkel die Auszeichnung übergab, waren rund 20 Gäste auf Wunsch der ehemaligen Kanzlerin eingeladen.

Neben politischen Weggefährten und ihrer Familie saß auch der früherer Bundestrainer Jürgen Klinsmann im Saal. Ein auf den ersten Blick seltsam und wenig ins Bild passender Gast, wie auch die 68-Jährige selbst in ihrer Rede konstatierte.

Merkel und Klinsmann kennen sich lange

„Dann ist einer hier, Jürgen Klinsmann, der passt nicht so ganz ins Konzept, denn besonders sportlich bin ich nicht“, witzelte Merkel: „Ganz früh, als man von mir glaubte, dass ich mich für Fußball nicht interessiere, und von ihm glaubte, dass er zu viel nach Kalifornien reist, sind wir zwei Unkonventionellen zusammen gekommen und haben uns eigentlich nie wieder aus den Augen verloren“, erläuterte sie.

Sie ergänzte: „Er ist für mich der Mann, der zeigt, was man alles bewegen kann und das Sommermärchen ohne Jürgen Klinsmann wäre nicht denkbar.“

Bei der Fußball-WM 2006 in Deutschland hatte Merkel Klinsmann und die Nationalmannschaft in der Kabine besucht, seitdem jubelte sie regelmäßig bei DFB-Spielen auf der Tribüne.