Die Abstiegsängste des 1. FC Nürnberg in der 2. Bundesliga reißen nicht ab!
Der Club präsentierte sich bei der 1:2-Niederlage gegen Holstein Kiel am Samstag wie ein Drittligist – und schwächte sich mit einer kuriosen Slapstick-Nummer selbst.
Nürnberg ist somit seit vier Spielen ohne Sieg. Nur drei Zähler trennen den Traditionsklub noch vom Relegationsrang.
Slapstick-Eigentor und Platzverweis! Nürnberg schwächt sich selbst
FCN-Torhüter Peter Vindahl Jensen traf – von Lewis Holtby unter Druck gesetzt – nicht die richtige Entscheidung. Sein Klärungsversuch prallte vom Oberkörper des Ex-Schalkers vor das leere Nürnberger Tor. Den folgenden Abschluss von Kiels Steven Skrzybski fälschte die Schalke-Leihgabe Florian Flick ins eigene Tor ab (19.).
Fabian Reese (39.) schloss einen Konter mit dem Tor zum 2:0 ab. Felix Lohkemper (65.) erzielte per Kopf das Anschlusstor für die Gäste. In der 74. Minute sah Nürnbergs Jens Castrop nach einer Notbremse gegen Reese die Rote Karte.
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Die Nürnberger tat sich erneut schwer, in der Offensive Akzente zu setzen. Das Aufbauspiel wirkte zu pomadig und durchschaubar. Kiel agierte hingegen zielstrebiger und effizienter. Reese (59.) hatte das mögliche 3:0 auf dem Fuß.
Duric-Doppelpack! Schlusslicht Sandhausen lebt
Der Glaube an den Klassenerhalt ist derweil beim Tabellenletzten des SV Sandhausen zurück, die Elf von Interimscoach Gerhard Kleppinger rang den SV Magdeburg mit 2:1 nieder.
Dabei waren es die Magdeburger, die den Tabellenletzten in der Anfangsphase überrannten. Magdeburg-Kapitän Amara Condé (10.) und Schlüsselspieler Baris Atik (13.) hätten den stabilen Aufsteiger durchaus in Führung bringen können.
Eine Eckenvariante brachte die schmeichelhafte Sandhausener Führung: Ex-Bundesliga-Star Alexander Esswein schaltete nach einer flachen Hereingabe am schnellsten und leitete halbhoch weiter an den zweiten Pfosten. Dario Dumic wuchtete den Ball per Körpereinsatz in die Maschen (25.).
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In Durchgang zwei war der Innenverteidiger auch beim 2:0 erneut zur Stelle und drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie.
Strittiger Platzverweis! Hansa muss weiter bangen
Wenig Grund zum Jubeln hatte Hansa-Trainer Alois Schwartz bei seinem Dienst-Jubiläum als Trainer in der 2. Bundesliga (200 Spiele).
Hansa Rostock muss im Abstiegskampf weiter auf den ersehnten Befreiungsschlag warten. Die Mannschaft von Schwartz verlor nach langer Unterzahl beim SC Paderborn 0:3 (0:0).
Für die Ostwestfalen, mit 46 Punkten weiter sieben Zähler hinter Relegationsplatz drei, trafen Maximilian Rohr (48.), Florent Muslija (78.) und der eingewechselte Felix Platte (87.) zum Sieg. Hansa-Außenverteidiger Lukas Scherff hatte nach einer Notbremse früh Rot gesehen (27.).
Beim Tabellenvorletzten aus Rostock (25 Punkte) bleibt es damit turbulent: Schwartz, bereits der dritte Coach in dieser Spielzeit, verlor im dritten Anlauf zum dritten Mal. Am Ostermontag hatte sich der Verein auch schon von seinem Sportvorstand Martin Pieckenhagen getrennt.
Nach einer ereignisarmen Anfangsphase touchierte Scherff als letzter Mann Paderborns Angreifer Muslija, Schiedsrichter Martin Petersen entschied nach einer Überprüfung durch den VAR auf Platzverweis.
Danach blieben die Gastgeber offensiv zunächst harmlos, doch kurz nach dem Wiederanpfiff vergrößerte Rohr die Rostocker Sorgen. Paderborn dominierte die Partie, Muslija und Platte machten alles klar.
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Mit Sport-Informationsdienst (SID)