Das ist der praktisch ultimative Ritterschlag für das Gigantenduell bei der Tour de France 2023.
Ikone Eddy Merckx lobt den Zweikampf zwischen Jonas Vingegaard und Tadej Pogacar in höchsten Tönen – und sieht den designierten Sieger als verdient an.
Merckx adelt Vingegaard und Pogacar
„Im Hochgebirge ist er momentan der Stärkere der beiden“, sagte der legendäre „Kannibale“ der Nachrichtenagentur AFP. Die belgische Radsportlegende lobte aber auch Pogacar und bezeichnete den Slowenen als „den kompletteren Fahrer“.
Der fünfmalige Tour-Sieger zeigte sich von dem lange ausgeglichenen Duell der beiden Topfahrer begeistert. „Das war ein fantastisches Rennen, eine unglaubliche Tour de France bisher. Ich hätte es wirklich geliebt, bei dieser Tour mitzufahren“, sagte Merckx.
Vingegaard und Pogacar hatten sich in den ersten beiden Wochen der Rundfahrt ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert, ehe der Slowene in den Alpen spektakulär einbrach.
Titelverteidiger Vingegaard hat vor der letzten Bergetappe der Tour am Samstag 7:35 Minuten Vorsprung auf Pogacar und rollt seinem zweiten Tour-Sieg entgegen.
Der „Kannibale“ ist der ultimative Radsport-Mythos
Merckx gewann in seiner Karriere insgesamt elf Grand Tours, er ist gemeinsam mit dem in diesem Jahr dramatisch ausgeschiedenen Briten Mark Cavendish der Rekord-Etappensieger der Frankreich-Rundfahrt mit 34 Tagessiegen.
Eddy Merckx hat im Radsport alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. Sein Hunger nach Siegen war grenzenlos. Die Tour ehrt ihn 50 Jahre nach seinem ersten Erfolg.
Den Tour-Rekord hält er zusammen mit Jacques Anquetil, Bernard Hinault und Miguel Indurain – seit die Tour-Siege Lance Armstrong annulliert worden sind. Auch Merckx‘ Karriere war – wie die vieler anderer Legenden – keineswegs frei von Doping-Schatten, er wurde mehrfach positiv getestet und gesperrt, er nahm auch Steroide, als sie noch legal waren.
Der Respekt für die mythische Dominanz, die er zwischen 1969 und 1974 ausgeübt hat, ist dennoch bis heute groß.
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Mit Sportinformationsdienst (SID)