Franz Wagner ist zurück, doch die Talfahrt von NBA-Klub Orlando Magic in der nordamerikanischen Basketballliga geht weiter. Beim Comeback des Welt- und Europameisters kassierte das Team aus Florida die nächste bittere Pleite im Playoff-Rennen. Wagner, der mehrere Wochen mit einer Knöchelverletzung ausgefallen war und erst sein 29. Spiel in der laufenden Saison machte, stand beim 101:130 gegen die Atlanta Hawks von Beginn an auf dem Parkett.
Der Berliner zeigte eine ordentliche Leistung – in 20 Minuten Spielzeit gelangen ihm zwölf Punkte. „Ich habe mich okay gefühlt. Das ist Teil des Prozesses, aber es fühlt sich gut an, zurück zu sein. Natürlich ist es noch ein bisschen rostig“, sagte Wagner und legte den Finger in die Wunde: „Wir haben schrecklich als Team gespielt, also hätte ich gerne besser abgeliefert.“
Die achte Magic-Pleite in den vergangenen zehn Spielen konnte er nicht verhindern. Das direkte Playoff-Ticket ist für Orlando kaum noch erreichbar, inzwischen ist das Team aus Florida auf den neunten Platz im Osten abgerutscht und muss mit dem ungeliebten Playin-Turnier planen.
„Es ist nicht das ganze Spiel über schlecht, aber es gibt Phasen, die sind inakzeptabel auf diesem Niveau“, führte Wagner aus. Das Team glaube noch an eine Wende, „aber wir müssen auch in den Spiegel blicken“, so der Nationalspieler.
Sein DBB-Kollege Tristan da Silva erzielte gegen die Hawks in 23 Minuten neun Zähler. Wagners Bruder Moritz kam auf sieben Minuten Einsatzzeit, in denen ihm zwei Punkte gelangen. Im Anschluss sprach Franz Wagner auch über die Hilfe seines Bruders während der Verletzung.
„Verletzt zu sein, nervt. Es war frustrierend – teilweise schmerzhaft und langweilig zugleich. Du bekommst nicht die Chance, dich zu beweisen“, sagte Wagner: „Mo ist eine große Ressource für mich. Er hat mir gezeigt, dass man von Tag zu Tag denken und der Heilung Zeit geben muss.“ Moritz Wagner hatte erst im Januar sein Comeback nach über einem Jahr Pause wegen eines Kreuzbandrisses gegeben.