Tennisprofi Daniel Altmaier hat bei der Generalprobe für die French Open sein Auftaktmatch gewonnen und damit ein deutsches Duell perfekt gemacht. Beim Sandplatz-Masters in Rom bezwang der 27-Jährige am Mittwoch den Chinesen Zhang Zhizhen mit 4:6, 7:6 (7:3), 6:4.
Dank des Comebacks wartet in der zweiten Runde nun der an Position zwei gesetzte Alexander Zverev. Der Hamburger Topstar konnte das Turnier bereits zweimal gewinnen und hatte in der ersten Runde ein Freilos. Auch Yannick Hanfmann und Jan-Lennard Struff kämpften sich dank guter Leistungen eine Runde weiter.
Hanfmann sorgte dabei für die positive Überraschung des Tages: Mit 6:7 (3:7), 7:6 (7:2), 6:2 schlug er den einstigen Top-Ten-Spieler Hubert Hurkacz aus Polen. Gegen den Weltranglisten-20. Luciano Darderi (Italien) dürfte es in der zweiten Runde noch schwieriger werden.
Struff hingegen hatte mit dem Argentinier Francisco Comesana nur wenig Mühe. Mit 6:2, 6:4 sicherte er sich den Sieg und ein Duell mit dem an Position elf gesetzten Tschechen Jiri Lehecka. „Er ist ein brutal guter Spieler, der auch super in Form ist“, warnte Struff bei Sky vor dem Miami-Finalisten, gegen den er bisher beide Duell verloren hat: „Das wird ein absolut toughes Match.“
Noch bevor Altmaier überhaupt an das fünfte Karriereduell gegen Zverev denken durfte, war gegen Zhang (29) eine Energieleistung nötig. Der Kempener stand im zweiten Satz beim Stand von 3:5 gar kurz vor dem Aus. Altmaier wehrte allerdings zwei Matchbälle der Nummer 239 der Welt ab und zeigte im anschließenden Tiebreak die besseren Nerven.
Nach knapp zweieinhalb Stunden verwandelte Altmaier schließlich seinen ersten Matchball und sorgte damit für ein bisschen Wiedergutmachung. Vor einem Jahr war er zum Auftakt noch ausgeschieden – auch beim zurückliegenden Masters in Madrid konnte Altmaier die erste Runde nicht überstehen.
Zweitrundengegner Zverev, der in Rom 2017 und 2024 den Titel holte, gewann bisher dreimal gegen den rund zwei Jahre jüngeren Altmaier. Einzig 2024 in Acapulco triumphierte Altmaier.
Klarer Favorit beim mit 8.235.540 Euro dotierten Turnier ist der an Nummer eins gesetzte Lokalmatador Jannik Sinner. Seinem größten Herausforderer Zverev hatte Sinner im Finale des Masters in Madrid jüngst eine Lehrstunde verpasst.