Alexander Zverev hat nach einem Leistungseinbruch einen heftigen Dämpfer in seiner Vorbereitung auf die French Open kassiert. Deutschlands Tennisstar verlor im Achtelfinale des ATP-Masters in Rom trotz eines starken Starts mit 6:1, 6:7 (10:12), 0:6 gegen den Italiener Luciano Darderi und schied erst zum zweiten Mal in diesem Jahr bei einem Turnier vor dem Halbfinale aus.

Bei teils schwierigen Platzverhältnissen und einem euphorischen italienischen Publikum vergab Zverev im hochspannenden Tiebreak des zweiten Satzes vier Matchbälle, im Entscheidungsdurchgang fehlte ihm dann die Kraft. Zverev muss damit weiter auf seinen ersten Turniersieg in diesem Jahr sowie den dritten Triumph im Foro Italico nach 2017 und 2024 warten. Zverev, der in dieser Saison erstmals ein Spiel nach einer 1:0-Satzführung verlor, verpasste dazu sein 40. Viertelfinale bei einem Masters.

Zverev schimpfte im Anschluss über „den schlechtesten Platz“, auf dem er „je gespielt“ habe. Nach zwei Matches auf dem Campo Centrale wurde Zverev diesmal auf dem zweiten Hauptplatz angesetzt, der BNP Paribas Arena. „Junioren, Profis, Future, Training. Ich habe noch nie auf einem Platz gespielt, dessen Zustand so schlecht ist. Ich habe einen Matchball, und der Ball springt mir über den Kopf hinweg“, sagte Zverev und fügte an: „Ich hätte das Match in zwei Sätzen gewinnen sollen. Danach hat er fantastisch gespielt.“

Dennoch hatte der Hamburger vermeintlich alles im Griff, nach einem Break zum 2:0 im ersten Satz diktierte Zverev gegen den 20. der Weltrangliste das Match zunächst fast nach Belieben. Doch im zweiten Satz kippte das Spiel.

Zverev schlug beim Stand von 5:4 zum Match auf und konnte auch vier Matchbälle im Tiebreak nicht nutzen, Darderi kämpfte sich angepeitscht vom Publikum zurück. Nach rund zweieinhalb Stunden nutzte der Italiener seinen zweiten Matchball zum Sieg und feierte den ersten Erfolg gegen einen Top-10-Spieler in seiner Karriere. Im Viertelfinale trifft Darderi auf den spanischen Shootingstar Rafael Jodar.

Ob Zverev, der bei den letzten fünf Masters jeweils an Dominator Jannik Sinner (viermal Halbfinale, einmal Finale) gescheitert war, vor dem Grand-Slam-Turnier in Paris (ab 24. Mai) noch in seiner Heimatstadt Hamburg aufschlägt, ist offen.