Heftiger Regen hat den Siegeszug von Tennisstar Jannik Sinner bei seinem Heimspiel in Rom gestoppt. Das Halbfinale des Italieners gegen Daniil Medwedew wurde beim Stand von 6:2, 5:7, 4:2 für den Favoriten abgebrochen und wird am Samstag fortgesetzt. Das Endspiel des ATP-Masters bereits erreicht hat dagegen Casper Ruud. Der Norweger warf den Italiener Luciano Darderi, Bezwinger von Alexander Zverev im Achtelfinale, mit 6:1, 6:1 aus dem Turnier.
Sinner zeigte neun Tage vor Beginn der French Open nach gutem Start überraschend Schwächen. Im zweiten Durchgang holte er zunächst noch ein 0:3 auf, gab den Satz aber doch ab. Im finalen Durchgang wirkte er dann erschöpft und musste sich behandeln lassen. Die Regenpause kam ihm trotz Führung durchaus gelegen.
Sinner kann in Rom sein sechstes 1000er-Turnier in Folge gewinnen. Und nicht nur das: Der 24-Jährige wäre der erste italienische Sieger der Italian Open seit Adriano Panatta im Jahr 1976 – und der jüngste Spieler der Geschichte, der alle Masters gewinnt.
Favorit gegen Ruud wäre er zweifellos. Gegen den Skandinavier hatte Sinner vor einem Jahr im Foro Italico das Viertelfinale mit 6:0, 6:1 dominiert. In bislang vier Duellen hat Sinner noch keinen Satz verloren.
Ruud bewies am Freitag aber gute Form: Der Sandplatzspezialist hatte trotz einer Regenunterbrechung keine Mühe mit Darderi. Der 27-Jährige steht somit erstmals seit seinem Sieg in Stockholm im Oktober wieder in einem Finale.