Tokio-Olympiasiegerin Ricarda Funk hat in der bislang durchwachsenen Saison der deutschen Slalomkanuten für erste Glanzlichter gesorgt. Die 34-Jährige aus Bad Kreuznach erreichte beim Weltcup in Prag am Sonntag zunächst den zweiten Platz im Cross Individual, im anschließenden Cross wurde sie Dritte. Zudem fuhr Weltcup-Debütant Marten Konrad im Cross Individual überraschend auf den Bronzerang. Weitere Top-Platzierungen für den Deutschen Kanu-Verband (DKV) in Tschechien blieben an diesem Wochenende aus.
Die Saison hatte Ende Mai im slowenischen Tacen gänzlich ohne Spitzenergebnis begonnen, allerdings startete der DKV noch ohne die etablierten Athleten um Funk. Die zeigte sich von ihren Leistungen in Prag angetan. „Ich bin unglaublich glücklich, dass ich mich durchkämpfen konnte“, sagte Funk, die sich bestätigt fühlte, dass sich „die harte Arbeit aus dem Winter auszahlt“.
Saisonhöhepunkt für die Slalomkanuten ist die Weltmeisterschaft in Oklahoma (20. bis 25. Juli), wo 2028 bei den Spielen von Los Angeles auch die olympischen Medaillen vergeben werden.