Harry Kane hat die heftigen Proteste von Real Madrid nach dem dramatischen 4:3 des FC Bayern gegen die Königlichen in der Champions League entschieden zurückgewiesen. Der Engländer stellte sich nach dem Viertelfinal-Rückspiel klar hinter Schiedsrichter Slavko Vincic – und widersprach den Vorwürfen rund um die Gelb-Rote Karte gegen Eduardo Camavinga.

Beim Stand von 4:4 im Gesamtergebnis sah der Franzose in der Schlussphase seine zweite Verwarnung nach einem Foul an Kane inklusive anschließendem Zeitspiel. Kurz darauf traf Luis Díaz, ehe Michael Olise alles klarmachte. Bayern zog mit 6:4 nach zwei Spielen ins Halbfinale ein.

Harry Kane im Gespräch mit Schiedsrichter Slavko Vincic
Harry Kane im Gespräch mit Schiedsrichter Slavko Vincic Harry Kane im Gespräch mit Schiedsrichter Slavko Vincic © IMAGO/Michael Weber

Kane zeigte wenig Verständnis für die Aufregung: „Ich denke, das ist ganz klar Rot. Und über beide Spiele hinweg sind wir verdiente Sieger.“ Bereits zur Pause habe man sich vorgenommen, „den Ball mehr laufen zu lassen und ruhiger zu spielen“.

Kane kritisiert auch Rüdiger

Zugleich übte der Stürmer Kritik an einer anderen Szene. Vor dem zwischenzeitlichen 2:3 habe es ein Foul von Antonio Rüdiger an Josip Stanisic gegeben, das nicht geahndet worden sei. „Ich denke, dieses Tor hätte nicht zählen dürfen“, meinte er.

Insgesamt sei Kane von Real jedoch nicht überrascht gewesen, „weil sie in der Champions League immer sehr gefährlich sind. Wir kannten ihre Geschichte in diesem Wettbewerb und die Qualität, die sie haben. Sie sind sehr gefährlich, und wir mussten in beiden Spielen unser bestes Niveau abrufen, um zu gewinnen“.