Die ausgeschiedene türkische Fußball-Nationalmannschaft will sich im abschließenden WM-Gruppenspiel gegen die USA teuer verkaufen. „Hoffentlich können wir uns mit Stolz verabschieden“, sagte der gebürtige Regensburger Kenan Yildiz. Für das Aus könne er sich nur bei „allen Türken und allen Fans entschuldigen“, fügte der Offensivspieler an.

Die Türkei war mit großen Erwartungen in das Turnier in Nordamerika gestartet, nach niederschmetternden Niederlagen gegen Australien (0:2) und Paraguay (0:1) stand das Vorrundenaus schon nach dem zweiten Spieltag fest. Zum Abschluss müssen die Türken in der Nacht zu Freitag (4.00 Uhr MESZ/MagentaTV) in Los Angeles gegen den Hauptgastgeber USA ran.

Einen Karriereknick befürchtet Yildiz (21) durch das enttäuschende Turnier nicht. „Was meine Karriere angeht, halte ich das nicht für besonders schlimm, denn Fußball besteht ja nicht nur aus der Nationalmannschaft. Ich habe jetzt auch mit meinem Verein viele Turniere und Wettbewerbe. Dafür werde ich mein Bestes geben“, sagte Yildiz, der beim italienischen Rekordmeister Juventus Turin unter Vertrag steht.

Yildiz, Sohn eines türkischen Vaters, durchlief beim FC Bayern alle Jugendmannschaften. Zu Teilen der deutschen Nationalmannschaft pflegt er guten Kontakt, allen voran zu Nathaniel Brown und Aleksandar Pavlovic. „Ich wünsche ihnen alles Gute“, sagte Yildiz, der die deutsche Mannschaft als „unglaublich“ beschrieb.