Das WM-Aus der großen Fußball-Nationen Deutschland und Niederlande lässt England und Teammanager Thomas Tuchel demütig auf die eigene Aufgabe gegen einen krassen Underdog blicken. „Es sind enge Spiele, und das hilft uns, keine überhöhten Erwartungen zu haben und das, was bei dieser Weltmeisterschaft und im Weltfußball passiert, richtig einzuordnen“, sagte der Deutsche am Dienstag.

Im Sechzehntelfinale am Mittwoch (18.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in Atlanta sind die Vize-Europameister Favorit gegen die Demokratische Republik Kongo. Am Montag war Deutschland in der ersten K.-o.-Runde an Paraguay (3:4 i. E.) und die Niederlande an Marokko (2:3 i. E.) gescheitert. Auch Brasilien hatte sich beim 2:1 gegen Japan lange schwer getan, Gabriel Martinelli (90.+5) entschied die Partie erst in der Nachspielzeit.

„Die Mannschaften sind gut eingespielt, sie verteidigen auf höchstem Niveau, sie sind sehr gut vorbereitet, und es ist für jedes Team schwer, andere Teams auseinanderzuspielen – besonders, wenn man als Favorit antritt und auf Teams trifft, die nichts zu verlieren haben“, erklärte Tuchel.

Gleichzeitig warnte der 52-Jährige auch vor den Kongolesen, die zum Auftakt der Gruppenphase Cristiano Ronaldos Portugiesen ein 1:1 abgetrotzt hatten. „Sie haben wirklich überperformt und bereits über ihren Erwartungen gespielt, und deshalb haben sie echten Glauben an das, was sie tun – und das macht sie zu einem schwierigen Gegner“, sagte Tuchel.

Die DR Kongo sei ferner „eine körperlich starke Mannschaft, eine schnelle Mannschaft, eine engagierte Mannschaft – ein Team, gegen das wir als Favorit antreten, während sie in der Rolle des Außenseiters spielen können, was ihnen natürlich sehr liegt.“