Bisher ging es einfach immer weiter, doch nach der WM soll in der Nationalmannschaft Schluss sein: Portugals Superstar Cristiano Ronaldo will nach dem Turnier in Nordamerika seine Länderspielkarriere beenden – sagt zumindest seine Schwester.
„Nach den Informationen, die ich habe, aus einer verlässlichen Quelle, könnt ihr anfangen, euch zu verabschieden, denn ich glaube, jetzt ist Schluss“, sagte Katia Aveiro vor dem 2:1 (0:0) im Sechzehntelfinale gegen Kroatien dem portugiesischen Fernsehsender SportTV: „Ich glaube nicht, dass er heute zurücktritt, aber es wird bald so weit sein. Also genießt es.“
Ronaldo selbst hielt sich bedeckt. Er wolle sich nach dem Turnier darüber Gedanken machen. „Ich werde mit meiner Familie reden“, sagte der 41-Jährige, nachdem er nach dem Sieg über Kroatien die Auszeichnung als Spieler des Spiels erhalten hatte: „Ich treffe keine Entscheidungen mehr im Eifer des Gefechts. Das Einzige, was im Moment für mich zählt, ist, die Gegenwart zu genießen und der Nationalmannschaft zu helfen.“
Bei der Heim-WM 2030 in Spanien, Portugal und Marokko wäre Ronaldo 45 Jahre alt. Schon jetzt hat er sich mit der sechsten Teilnahme an einer WM in die Geschichtsbücher eingetragen, nach Weltmeister Lionel Messi (29) hat er die meisten Spiele (26) bei WM-Endrunden absolviert. Im Gegensatz zu dem Argentinier hat er jedoch bei allen sechs Turnieren Tore erzielt.
„Diejenigen, die Fußball mögen, müssen Cristiano Ronaldo mögen“, ergänzte Aveiro: „Er bricht seit über 20 Jahren Rekorde. Ich bin unglaublich stolz. Wir werden am Ende lächeln.“ Noch ist die Länderspielkarriere des fünfmaligen Weltfußballers aber nicht vorbei. Nach dem Sieg gegen Kroatien trifft Portugal am Montag (21.00 Uhr MESZ) im WM-Achtelfinale auf Spanien.