Luis Díaz präsentierte nach dem hochverdienten Achtelfinal-Einzug mit breitem Grinsen und Siegerfaust die Trophäe als Spieler des Spiels, doch gänzlich glücklich war der Bayern-Star nicht. „Es wäre noch besser gewesen, wenn ich ein Tor geschossen hätte. Das wollte ich unbedingt“, haderte der Kolumbianer. Beim 1:0 (1:0) gegen Ghana vergab der 29-Jährige eine Reihe guter Gelegenheiten, dazu zählte sein Treffer in der 56. Minute wegen Abseits nicht.

Seit dem perfekten Start mit Tor und Vorlage im ersten Turnierspiel gegen Usbekistan (3:1) ging Díaz etwas die Effektivität verloren. „Er lebt von Toren, das ist ganz normal“, sagte Trainer Nestor Lorenzo: „Irgendwann wird sich ihm das Tor öffnen, das ist klar – und dann wird er nicht mehr zu stoppen sein.“ Doch bislang kann die Mannschaft die Flaute des Superstars als Einheit hervorragend auffangen. In vier Spielen gab es erst einen Gegentreffer, gegen Ghana ließen die „Cafeteros“ keinen einzigen Schuss aufs Tor zu.

„Wir kriegen immer mehr Vertrauen mit dem Team“, betonte Díaz: „Der wahre Star ist das gesamte Team. Wir bleiben mit den Füßen auf dem Boden und müssen weiter Fußball spielen. Wir werden für die nächste Etappe arbeiten.“ Am Dienstag (22.00 Uhr MESZ) geht es im Achtelfinale in Vancouver gegen die Schweiz. Gegen Ghana hatten zehntausende kolumbianische Fans die Partie in Kansas City zum Heimspiel gemacht. „Kolumbien mag es zu feiern“, betonte Díaz: „Wir wollen sie weiter glücklich machen.“