Triathlet Rico Bogen hat bei der traditionsreichen Challenge Roth überraschend Platz drei belegt. Beim Triumph des französischen Vorjahressiegers Sam Laidlow in Weltrekordzeit (7:21:04 Stunden) überzeugte der 25 Jahre alte Leipziger bei seinem Ironman-Debüt in Mittelfranken vor allem in den ersten beiden Disziplinen. Siegerin bei den Frauen wurde die Schweizerin Alanis Siffert (8:09:09 Stunden).

„Ich hätte es mir vorher nicht vorstellen können, hier bei dem starken Starterfeld, aber es war einfach ein super Tag. Ich habe alles riskiert“, sagte Bogen dem BR: „Beim Rennen denkt man, man macht das nie wieder, aber Roth ist schon extrem geil.“

Bogen ging sowohl nach dem Schwimmen über 3,86 km als auch nach dem Radfahren über 180,2 km, wo er einen neuen Teilrekord aufstellte, als Führender in die folgende Disziplin. Im abschließenden Marathon über 42,195 km wurde der Leipziger jedoch von Laidlow und Olympiasieger Kristian Blummenfelt (Norwegen) eingeholt. Er kam mit einem Rückstand von knapp sieben Minuten ins Ziel.

Neben Bogen schafften es drei weitere Deutsche in die Top Ten. Jonas Schomburg (Hannover) wurde nach Platz zwei im vergangenen Jahr Fünfter, Frederic Funk (München) erreichte Rang sieben. Patrick Lange (Bad Wildungen), dreimaliger Ironman-Sieger auf Hawaii, belegte Platz neun. 2021 hatte er beim deutschen Heimspiel triumphiert.

Bei den Frauen sicherte sich Siffert den Sieg vor Ironman-Weltmeisterin Lucy Charles-Barclay und Daisy Davies (beide Großbritannien). Im vergangenen Jahr war die 24-Jährige noch von Laura Philipp, die ihre diesjährige Teilnahme aus gesundheitlichen Gründen abgesagt hatte, abgefangen worden und hatte Platz drei belegt.

Beste Deutsche wurde die Langstrecken-Debütantin Caroline Pohle (Leipzig) auf Rang fünf. Wie Bogen musste sie sich nach einer zwischenzeitlichen Führung beim Radfahren im Marathon geschlagen geben.